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Sulzer-Managment: "InCentive-Angebot viel zu niedrig"

Leo Vanotti (r.) vom Sulzer-Management findet den von der InCentice gebotenen Barpreis als zu niedrig. swissinfo.ch

Nehmen die Aktionäre die InCentive-Offerte an, so würden sie die Unternehmung weit unter ihrem Wert verkaufen, sagte die Sulzer-Spitze am Montag (09.04.). Der von Financier René Braginsky gebotene Preis sei weit zu niedrig. Die Akionäre sollten zudem die Auswechslung des Verwaltungsrats abweisen, verlangt dieser.

Dieser Inhalt wurde am 09. April 2001 - 12:06 publiziert

Das Angebot des Financiers René Braginsky der hinter der InCentive steht, sei zu niedrig, weil die vom Barangebot von 430 Franken je Aktie InCentive die Dividende von 20 Franken abziehe, so dass lediglich 410 Franken ausbezahlt würden, teilte Sulzer mit. Die Aktie war Ende letzter Woche an der Schweizer Börse mit über 1'000 Franken bewertet gewesen.

InCentive bewerte den Industrieteil nach der Ausgliederung von Sulzer Medica mit etwas über 1,4 Mrd. Franken, schrieb Sulzer. Allein der Marktwert der Sulzer-Immobilien mit Investitionen, weiteren Vermögenswerten und den Sulzer-Medica-Aktien in Sulzer-Besitz belaufe sich auf 1,1 Milliarden Franken. Nach Abzug von 440 Millionen Franken an Nettoverschuldung bewerte das InCentive-Barangebot die weiter geführten Sulzer-Kerngeschäftemit nur 753 Mio. Franken.

"Warum sollten unsere Aktionäre Sulzer für soviel weniger hergeben, als Sulzer wert ist?" wird Sulzer-Verwaltungsrats-Präsident Leonardo Vannotti in der Mitteilung zitiert. Und weiter: Zur vorgeschlagenen Auswechslung des Verwaltungsrats sagte Vannotti, die Aktionäre sollten dies an der Generalversammlung vom kommenden 19. April strikte ablehnen.

"Es ist nicht schwer zu verstehen, warum InCentive die Kontrolle über den Verwaltungsrat von Sulzer und damit auch die Kontrolle über Sulzer Medica übernehmen will, ohne dafür zu bezahlen", sagte Vanotti weiter. Die Generalversammlung vom kommenden 19. April findet zwei Tage nach Beginn der Angebotsfrist statt, über einen Monat vor Ablauf desselben.

swissinfo und Agenturen

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