SVP- Nationalrat Walter erster Kandidat für das Bauernpräsidium

Hansjörg Walter will Präsident des SBV werden. Keystone

Der Thurgauer SVP- Nationalrat und Landwirt Hansjörg Walter bewirbt sich als Nachfolger für den zurücktretenden Präsidenten des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV), Marcel Sandoz. Der neue Präsident des SBV wird Mitte November gewählt.

Dieser Inhalt wurde am 14. August 2000 - 12:29 publiziert

Walter (49) ist laut Mitteilung des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes (LID) vom Montag (14.08.) vom Thurgauer Bauernverband (TBV) - dessen Präsident er ist - offiziell für den Posten nominiert worden. Er ist bis jetzt der einzige Kandidat um die Nachfolge von Marcel Sandoz (57).

Dieser hat im Mai mitgeteilt, er werde nach zwei Amtsperioden nicht noch einmal für das Amt des SBV-Präsidenten kandidieren. Die SBV-Mitgliedsektionen können noch bis Mitte September weitere Nominationen anmelden. Gewählt wird der neue Präsident des Bauernverbands an der Delegiertenversammlung am 16. November.

Walter wäre nach Sandoz und dessen Vorgänger Jean Savary nach Jahren wieder der erste SBV-Präsident aus der Deutschschweiz. Geht das Präsidium wieder in Deutschschweizer Hand über, müsste statutengemäss einer der beiden bisherigen Vizepräsidenten, Peter Hegglin oder Fritz Abraham Oehrli, seinen Platz einem Westschweizer überlassen.

Hansjörg Walter ist 1999 in den Nationalrat gewählt worden. Danach trater aus dem Thurgauer Grossen Rat zurück, dem er seit 1992 angehört hatte. Walter bewirtschaftet in Wängi TG einen 27Hektaren grossen Landwirtschaftsbetrieb mit Milchwirtschaft und Ackerbau.

Bauernverbandspräsident fordert Sozialnetz für Landwirte

Der Bund müsse für die Bauernfamilien ein spezielles Sozialnetz knüpfen, bevor es zu spät sei. Dies verlangt Marcel Sandoz, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands, in einem am Sonntag (13.08.) erschienenen Interview.

Die Landwirtschaft habe der Liberalisierung der Märkte und den Anforderungen der Welthandelsorganisation WTO einen schweren Tribut bezahlt, erklärt der Waadtländer FDP-Nationalrat in der westschweizer Zeitung "Le Matin" . Die Bauern könnten ihren Lebensunterhalt nicht mehr durch ihre Arbeit und ihre Produkte decken.

Unter den sozialen Massnahmen, die Sandoz vorschlägt, sind dem Einkommen der Bauern angepasste Krankenkassenprämien. Auch solle der Bund die Kosten der Hagelversicherung übernehmen. Zudem müssten die Bauern von den Vorsorgeleistungen der Zweiten Säule profitieren können.

Der Bauernverbandspräsident unterstützt auch die Idee eines vorzeitigen Ruhestandes für Bauern, wie vom Bundesamt für Landwirtschaft angeregt. Angesprochen wären Landwirte im Alter zwischen 55 und 65 Jahren.

swissinfo und Agenturen

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