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Swiss-GAV weiter umstritten

Die Piloten der ehemaligen Crossair legen jeden Hebel um, damit sie gegenüber den Swissair-Piloten nicht benachteiligt werden.

(Keystone)

Die Airline Swiss ist enttäuscht über die Streikbereitschaft der Crossair-Piloten. Das Hickhack um einen neuen Vertrag geht weiter.

Fast alle Pilotinnen und Piloten der ehemaligen Crossair wollen streiken, sollten die Verhandlungen um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) scheitern. Das gab der Verband des Crossair Cockpit Personals (CCP) am Freitag bekannt.

Swiss besserte ihr Angebot nach

Die Swiss zeigte sich enttäuscht über diesen Entscheid. Die Swiss habe erst noch am Vortag ihre Vertragsofferte deutlich nachgebessert, sagte Swiss-Sprecher Herbert Schmell.

Den Piloten sei ein Kündigungsschutz bis Oktober offeriert worden. Zudem seien ihnen bei einem allfälligen Flottenabbau Schutzmassnahmen angeboten worden. Ein Überbestand von bis zu 120 Piloten würde gemäss Angebot mit Arbeitszeit-Reduktionen abgefedert, führte Schmell aus.

CCP im Klassenkampf

Die Crossair-Piloten kämpfen erbittert gegen einen GAV, der sie in ihren Augen gegenüber den von der Swissair übernommenen Kollegen benachteiligen würde. Sie befürchten eine "Zweiklassen-Gesellschaft".

Der Swissair-Pilotenverband, Aeropers, hatte sich Mitte März auf einen Vertrag mit der Swiss geeinigt (siehe Link am Ende des Artikels). Der CCP hält diesen für illegal und sieht sich als einziger legitimer Verhandlungspartner.

Der CCP hoffe weiterhin auf eine Lösung durch eine bereinigte Fassung des GAV, liess der Personalverband ausrichten. Der von der Basis bewilligte Ausruf zum Streik wäre eine letzte, aber möglicherweise unumgängliche Variante, um Ethik und Moral durchzusetzen, hiess es weiter.

Laut CCP hätten an der Abstimmung über einen möglichen Streik 92% aller Stimmenden für diese Kampfmassnahme votiert. 83% aller 837 Pilotinnen und Piloten haben sich laut CCP an der Abstimmung beteiligt.

swissinfo und Agenturen

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