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Swiss Re mit Rekordgewinn

Hauptsitz der Swiss Re in Zürich.

(Keystone)

Das Ausbleiben von Katastrophen und die günstigen Finanzmärkte haben dem weltgrössten Rückversicherer Swiss Re im letzten Jahr zu einer Gewinnverdoppelung verholfen.

Der Reingewinn schnellte auf die neue Höchstmarke von knapp 4,6 Milliarden Franken.

Mit dem Gewinn von 4,56 Mrd. Franken übertraf Swiss Re die Erwartungen der Analysten bei weitem.

Das gute Ergebnis ist auf geringere Kosten für Naturkatastrophen und satte Anlageerträge zurückzuführen.

Im Jahr zuvor hatte Swiss Re das teuerste Katastrophenjahr ihrer Geschichte zu verkraften. Der Konzern hatte deshalb einen Gewinneinbruch erlitten.

Die langfristigen Ertragsziele will Swiss Re nach dem Rekordgewinn noch nicht ändern. "Wir hatten ganz klar ein sehr gutes Jahr 2006", sagte Finanzchef George Quinn am Donnerstag. "Ich denke, wir sind heute noch nicht bereit für eine Änderung der Ziele."

Prämienwachstum dank Zukauf

Swiss Re verdiente 2006 Prämien in Höhe von 29,5 Mrd. Franken, das sind rund 10% mehr als im Vorjahr. Der Anstieg sei erheblich auf den Kauf des Rückversicherungsportfolios der General Electrics zurückzuführen, hiess es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Insurance Solutions steuerte 3,5 Mrd. Fr. zu den verdienten Prämien bei. Die Integration des Geschäfts sei weit fortgeschritten und "nahtlos" verlaufen.

Die geschätzten Synergien dürften laut Swiss Re die ursprünglichen Ziele übertreffen und sollten bis Ende 2008 mehr als 460 Mio. Franken betragen.

Aus den Kapitalanlagen verdiente Swiss Re 6,9 Mrd. Franken. Die Anlagerendite betrug 5,3%, gegenüber 6,3% im Vorjahr. Das Eigenkapital erhöhte sich um 27% auf 30,9 Mrd. Franken. Dabei stieg die Eigenkapitalrendite auf 16,3%, nach 10,3% im Jahr 2005.

Schadensversicherung wieder profitabel

Im Sach- und Haftpflichtgeschäft stieg das operative Ergebnis von 4,2 Mrd. Fr. auf 5,0 Mrd. Franken. Die verdienten Prämien erhöhten sich um 7% auf 18,5 Mrd. Franken.

2005 musste Swiss Re wegen der Rekordschäden mehr bezahlen als sie an Prämien verdient hatte. Das Verhältnis von Schadenaufwand und Kosten zu den Prämieneinnahmen (Combined Ratio) hatte sich damals auf 112,3% verschlechtert. 2006 ist Swiss Re mit einem Wert von 90,4% wieder deutlich in die Profitabilität zurückgekehrt.

Im Leben- und Krankengeschäft stiegen die Prämien um 14% auf 11,0 Mrd. Franken. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 14% auf 1,5 Mrd. Franken. Das Finanzdienstleistungs-Geschäft steigerte den Gesamtertrag um 26% auf 2 Mrd. Franken. Die Gesamtertragsrendite betrug 26,9%.

Höhere Dividende und Rückkaufprogramm

Am guten Ergebnis sollen die Aktionäre teilhaben. Die Dividende soll um 36% auf 3,40 Franken pro Aktie angehoben werden. Zudem plant Swiss Re nach eigenen Angaben einen Aktienrückkauf im Wert von bis zu 6 Mrd. Franken.

In einem ersten Schritt will Swiss Re im März die Hälfte des Anteils zurückkaufen, der General Electrics an Swiss Re hält. Das kostet rund 2 Mrd. Franken. Ein Aktienrückkauf über die restlichen 4 Mrd. Fr. soll über die nächsten drei Jahre erfolgen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Geschäftsjahr 2006 (in Mrd. Fr.)
Verdiente Beiträge: 29,515 (+9,8%)
Netto-Ertäge aus Kapitalanlagen: 6,990 (+13,9%)
Ergebnis vor Steuern: 5,856 (+128,8%)
Überschuss: 4,560 (+97,9%)

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In Kürze

Rückversicherer sind die Versicherungen der Versicherungen. Diese können sich bei Swiss Re gegen hohe Risiken wie beispielsweise Umweltkatastrophen versichern.

Swiss Re ist auch die Nummer 1 bei der Rückversicherung von Lebens-Versicherungen.

Die Swiss Re-Gruppe wurde 1863 als Schweizer Rück gegründet.

Im November 2005 hat sie die Mehrheit des Rückversicherungs-Geschäfts des US-Konzerns General Electric Insurance Solutions übernommen.

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