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Swissair-Abschiedsparty

Ganz Schluss ist aber erst am 31. März 2002! Keystone

Über 4000 Mitarbeitende haben am Mittwochabend am Flughafen Zürich von der Swissair und der Crossair Abschied genommen. Gefeiert wurde der letzte Swissair-Flug nach Kapstadt.

Dieser Inhalt wurde am 27. März 2002 - 21:17 publiziert

Um 21.00 Uhr hob die MD11-Maschine der Swissair in Richtung Südafrika ab. Der Flug SR 2400 nach Kapstadt war einer der letzten unter der Flagge der einst stolzen Swissair.

Am nächsten Wochenende geht eine 71-jährige Epoche der Schweizer Luftfahrt definitiv zu Ende. In dieser Zeit beförderte die Swissair rund 260 Mio. Passagiere rund um den Globus.

Der allerletzte Swissair-Flug wird am Ostermontag erfolgen - mit der Landung des Linienfluges SR 145 aus dem brasilianischen Sao Paolo.

Band wie auf der Titanic

Hunderte von Personen hatten sich am Mittwochabend an den Rand des Rollfelds begeben, um die vollbesetzte Maschine der einst stolzen Airline und die Crew zu verabschieden. Es wurden Swissair-Fähnchen geschwenkt, Bilder geschossen und Filme gedreht. Die Swissair-Bigband sorgte für schmissige, ablenkende Klänge.

Ebenfalls um 21.00 Uhr startete der Crossair-Flug LX 578 in Richtung Deutschland. Die symbolisch letzten Flüge der Swissair nach Kapstadt und der Crossair nach Nürnberg waren die Höhepunkte einer Abschiedsparty, die ganz im Zeichen von Wehmut und Hoffnung stand.

Verabschiedet wurden 71 Jahre Swissair und 23 Jahre Crossair. Über 4000 Angestellte und Gäste nahmen an der Abschiedsparty teil, durch die TV-Moderator Kurt Aeschbacher führte. Live gezeigt wurde zum Beispiel das Briefing der Besatzung des Flugs nach Kapstadt.

Corti und Dosé

Das Ende einer Epoche und den Anfang einer neuen markierte der gemeinsame Auftritt von Mario Corti und André Dosé in einem Hangar, der in eine Partyhalle verwandelt worden war. Swissair-Chef Corti schüttelte swiss-Chef Dosé die Hand und wünschte ihm grossen Erfolg und viele "happy landings" für die neue Schweizer Airline.

In einer kurzen Ansprache zeigte sich Dosé zuversichtlich, dass sich swiss zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickeln könne. Er erwähnte vor allem das Erreichte der letzten Tage, wie etwa die Partnerschaft mit American Airlines. "Jetzt geht es darum, eine gemeinsame swiss-Kultur zu schaffen", sagte Dosé.

Es sei noch viel Arbeit zu leisten, swiss sei jedoch bereit für den Take-off. Der Erstflug von swiss soll am nächsten Sonntagmorgen erfolgen, und zwar von Basel nach Zürich.

Laut Dosé zählt swiss per Ende März rund 9500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Basis für den Start von Swiss habe auch Mario Corti mit seiner Arbeit gelegt.

250 Mio. Franken weniger gebraucht

"Heute herrscht Wehmut, aber auch Aufbruchstimmung", sagte Corti in seiner kurzen Rede. Er dankte allen Mitarbeitenden, die in vielen Jahrzehnten beigetragen hatten, die Swissair zu einer anerkannten Marke zu machen.

All den Leuten sei auch zu verdanken, dass von der 1 Mrd. Franken, die vom Bund zugesprochen worden waren, lediglich 750 Millionen benötigt worden seien. Corti geht davon aus, dass er seine "Aufräumarbeiten" im Frühherbst abschliessen kann.

swissinfo und Agenturen

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