Swissair-Absturz vor Halifax: Angehörige lehnen Vergleichsangebot ab

Vor einem Gericht in Philadelphia haben am Montag (13.09.) Hinterbliebene der Opfer der verunglückten Swissair-Maschine die angebotenen Vergleichszahlungen der Swissair über 300 Mio. Dollar abgelehnt.

Dieser Inhalt wurde am 14. September 1999 - 16:24 publiziert

Vor einem Gericht in Philadelphia haben am Montag (13.09.) Hinterbliebene der Opfer der verunglückten Swissair-Maschine die angebotenen Vergleichszahlungen der Swissair über 300 Mio. Dollar abgelehnt. Diese Summe würde Strafzahlungen von etwa einer Milliarde Dollar begrenzen. Ausserdem erklärten die Angehörigen der Opfer, eine solche Einigung würde verhindern, dass ein mögliches Fehlverhalten der Fluggesellschaft oder anderer Beteiligter je aufgeklärt würde.

Die Anwälte der Swissair forderten Richter James Giles auf, zu überprüfen, ob Zahlungen nach den Richtlinien des Gesetzes über Todesfälle auf hoher See beschränkt werden können (die Opfer des SR111-Absturzes gelten juristisch als 'Todesfälle auf hoher See', da das Flugzeug ins Meer gestürzt ist). Das Gesetz lässt nur Schadenersatzzahlungen beziehunsweise den Ersatz realer Verluste wie Einkommeneinbussen oder Arztrechnungen zu.

Richter Giles rief beide Parteien dazu auf, ihre Gespräche über Vergleichszahlungen fortzusetzen. Die Entscheidung über den rechtlichen Aspekt werde wahrscheinlich nur weitere rechtliche Fragen aufwerfen. Es spiele keine Rolle, wie er entscheiden werde, meinte Giles, die Sache werde ohnehin vor ein höheres Gericht gebracht und dort entschieden werden.

Bei dem Absturz der Swissair Maschine vom Typ MD-11 waren vor einem Jahr alle 229 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Die Absturzursache konnte bisher nicht geklärt werden.

SRI und Agenturen


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