Terror traf Versicherer

Börsenbaisse verunsicherte Versicherer. Keystone Archive

Für das Jahr 2001 haben die Schweizer Privatversicherer einen massiven Gewinneinbruch zu verzeichnen - eine Folge des Terrors und der miserablen Situation an den Börsen.

Dieser Inhalt wurde am 23. Januar 2002 - 19:02 publiziert

Ursachen der Gewinn- und Ertragseinbrüche der Schweizer Versicherungswirtschaft waren das Abbröckeln der Zinsen auf Obligationen und die Abwärtsbewegung der Aktienmärkte, erklärte Hansjörg Frei, Präsident des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV). Zum Teil seien sehr hohe Abschreibungen nötig.

Globale Erschütterungen zeigen Spuren

Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass globale Erschütterungen der Finanzmärkte selbst "an der sturmerprobten, soliden Schweizer Versicherungs-Wirtschaft" nicht spurlos vorbei gingen, sagte Frei.

Prägend für das Abschneiden der Versicherungs-Branche im letzten Jahr war der 11. September, erklärte Rudolf Kellenberger, SVV-Vorstandsmitglied und Topmanager bei der Swiss Re. Die Schätzungen des versicherten Gesamtschadens schwankten zwischen 30 Mrd. Dollar und 80 Mrd. Dollar. Praktisch alle denkbaren Versicherungssparten seien betroffen.

"Ein zweites Ereignis gleicher Grössenordnung wäre kaum verkraftbar", sagte Kellenberger. Bei vielen Versicherern würde das Geld nicht ausreichen, um ein zweites derartiges Grossereignis zu finanzieren.

Steigerung der Einnahmen

Die Branche vermochte im vergangenen Jahr die Prämien-Einnahmen deutlich zu steigern. Im Schweizer Lebengeschäft wuchsen sie laut Frei um schätzungsweise 4 Prozent auf rund 32,8 Mrd. Franken. Im direkten Schweizer Nicht-Leben-Geschäft wuchsen die das Einnahmen um 3 Prozent auf 16,3 Mrd. Franken.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen