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Tessin

Aus 40 Bewerbern müssen die Tessiner Stimmbürger bei den Regierungsratswahlen fünf auswählen.

Dieser Inhalt wurde am 04. April 2003 - 13:33 publiziert

Wahrscheinlich werden sie wieder Marina Masoni, Gabriele Gendotti (beide FDP), Patrizia Pesenti (SP), Luigi Pedrazzini (CVP) und Marco Borradori (Lega) in den Staatsrat wählen.

Abgesehen von der SP, die Präsidentin Anna Biscossa neben Patrizia Pesenti ins Rennen schickt, haben die Parteien auf starke Kandidaturen verzichtet. Von Wahlkampf könne keine Rede sein, konstatierte der "Corriere del Ticino".

Ein Schuss fiel bisher allerdings, nämlich als der SVP-Kandidat Roger Etter einen Freund mit einer Pistole unabsichtlich verletzte. Die SVP war bisher auch diejenige Partei, die am heftigsten die Werbetrommel rührte. Für Schlagzeilen sorgten Etter und Co., als sie Lega-Staatsrat Marco Borradori öffentlich zu einem Überlaufen aufforderten.

Die SVP gab der Lega einen Korb

Die SVP möchte ihre Position im Grossen Rat von 3 auf 5 Sitze ausbauen und präsentiert sich den Wählern als "saubere" Partei. Um diesem Image zu entsprechen, lehnte sie eine Listenverbindung mit der Lega dei Ticinesi ab. Für die SVP ist der wegen Finanzdelikten zu elf Monaten bedingt verurteilte Nationalrat Flavio Maspoli politisch nicht mehr tragbar.

Das sieht Lega-Präsident Giuliano Bignasca anders. Maspoli steht nach wie vor auf der Liste für den Grossen Rat. Allerdings hatte die Lega Mühe, geeignete Staatsratskandidaten zu rekrutieren.

Status quo verteidigen

Ziel der Lega ist es, Marco Borradori wieder in den Staatsrat zu bringen und die 16 Sitze im Kantonsparlament zu verteidigen. Eine Beibehaltung des Status quo strebt auch die CVP mit ihren 23 Grossräten an.

Die CVP sieht sich als "Kraft des dritten Weges" und lehnt den "Wankelmut der Lega, den Etatismus der SP und den Liberalismus der FDP" ab.

Alles deutet darauf hin, dass im Tessin auch in Zukunft die Mitteallianz FDP-CVP die politische Marschrichtung vorgeben wird. Zusammen stellten die beiden Parteien zuletzt 52 von 90 Grossräten.

Die SP, die "das Lot nach links verschieben" und zumindest die Lega überholen möchte, wird wohl weiterhin mit der Don-Quichotte-Rolle vorlieb nehmen müssen.

swissinfo und Agenturen

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