Tiefrote Zurich

ZFS-Hauptsitz in Zürich: 2003 will der Versicherer wieder schwarze Zahlen schreiben. Keystone Archive

Der krisengeschüttelte Versicherer Zurich Financial Services (ZFS) ist 2002 noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

Dieser Inhalt wurde am 27. Februar 2003 - 11:11 publiziert

Der Konzern musste einen Verlust von 3,4 Mrd. Dollar hinnehmen, nachdem er bereits im Vorjahr ein Minus von 387 Mio. ausgewiesen hatte.

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services hat 2002 Altlasten in Milliardenhöhe beseitigt.

Nach hohen Sonderkosten für Reserve-Aufstockungen, Goodwill-Abschreibungen und Wertberichtigungen verbuchte der Konzern unter dem Strich einen Verlust von 3,430 Mrd. Dollar oder gut 4,6 Mrd. Franken. Im Vorjahr hatte der Verlust noch 387 Mio. Dollar betragen.

Vor Sonderaufwendungen resultierte 2002 ein Gewinn von 28 (Vorjahr 319) Mio. Dollar.

Im laufenden Jahr 2003 will Zurich wieder einen Gewinn erzielen. Konzernchef James Schiro bekräftigte damit am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz frühere Prognosen.

Steigende Prämien-Einnahmen

Für das im Herbst 2002 angekündigte Restrukturierungs-Paket lagen die Sonderrückstellungen insgesamt bei 3,5 Mrd. Dollar. Von den damals angekündigten 4500 Stellenstreichungen wurden bis Jahresende 2500 realisiert.

Auf sein Anlageportfolio nahm Zurich Wertberichtigungen von 956 Mio. Dollar vor. Das Eigenkapital lag per Ende 2002 bei 16,805 (17,742) Mrd. Dollar.

Operativ machte Zurich Fortschritte. Die Bruttoprämien und anderen Einnahmen erhöhten sich um 11% auf 62,2 Mrd. Dollar.

Konzernchef Schiro, der im vergangenen Mai den umstrittenen Rolf Hüppi abgelöst hatte, will Zurich wieder auf das Versicherungsgeschäft ausrichten.

Der Verlust lag im Rahmen der Erwartungen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Fehlbetrag von rund 3,1 Mrd. Dollar gerechnet. Die Anleger reagierten positiv.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Verlust 2002: 3,4 Mrd. Dollar
Verlust 2001: 387 Mio. Dollar

Wertberichtigungen: 956 Mio. Dollar
Eigenkapital Ende 2002: 16,805 Mrd. Dollar

Stellenabbau:
2500 bis Ende 2002
angekündigt insgesamt 4500

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