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UBS mit starkem Wachstum

Stehen sich am Zürcher Paradeplatz gegenüber: Konkurrentinnen UBS und CSG.

(Keystone)

Der Reingewinn der grössten Schweizer Bank UBS ist im ersten Semester 2004 um 60% auf 4,4 Mrd. Franken angestiegen. Die Credit Suisse realisierte 3,3 Mrd. Franken.

Doch wie bei ihrer Konkurrentin sind auch die UBS-Zahlen des 2. Quartals schwächer.

Die Grossbank UBS hat im zweiten Quartal 2004 einen Reingewinn von 1,974 Mrd. Fr. erzielt. Das sind 28% mehr als im Vorjahresquartal, aber 19% weniger als im vorangegangenen Rekordquartal. Für den Rest des Jahres ist die UBS zurückhaltend.

Ähnlich sieht es bei der Konkurrentin Credit Suisse Group CSG aus, die Anfang August ebenfalls ihre Quartalszahlen veröffentlicht hatte: Sie realisierte im zweiten Quartal einen Gewinn von 1,46 Mrd. Fr., was einem Rückgang von 22% im Vergleich zum 1. Quartal entspricht.

UBS als sicherer Wert

"Was uns etwas überraschte, waren die schneller als erwartet gestiegenen Kosten bei der UBS", sagt Andy Penman, Analyst bei Barclays Stockbrokers in London, gegenüber swissinfo.

"Credit Suisse hat dieses Problem nicht, also ein Punkt für sie. Auch im Private Banking, dem attraktivsten Geschäft, hat die CSG eine bessere Performance als die UBS, was uns auch etwas erstaunte."

Doch trotzdem sei die UBS für ihn zur Zeit der sicherere Wert: "Ich würde mit UBS-Aktien zur Zeit wohl besser schlafen, auch wenn sie etwas teurer sind." Denn die CS müsse kurzfristig den Turnaround schaffen, was eine sehr schwierige Aufgabe sei, so Penman.

Denn nach wie vor sei die UBS in ihrem Kerngeschäft, dem Investment-Banking, unschlagbar - trotz dem flauen Sommer. "UBS schafft es in diesem Kerngeschäft immer wieder, besser als die CS abzuschneiden."

Eine Kursexplosion hat auch Christoph Ritschard, Analyst der Zürcher Kantonalbank nicht erwartet. Das Kursgewinn-Verhältnis sei zwar günstig und die Gewinne dürften kaum nach unten angepasst werden. "Doch der Ausblick bleibt sehr zurückhaltend", kommentiert er.

Die Markterwartungen der UBS sind mit den 1,974 leicht übertroffen worden. Im Schnitt hatten Analysten einen Reingewinn von 1,91 Mrd. Fr. prognostiziert.

60 Prozent höherer Halbjahresgewinn

Nach einem fulminanten Jahresstart habe sich an den Finanzmärkten das aussergewöhnliche Tempo gegen Jahresmitte wieder beruhigt, wird Konzernchef Peter Wuffli in einer Mitteilung zitiert. Dass die UBS im zweiten Quartal trotzdem gut abgeschnitten habe, unterstreiche die Wichtigkeit der fokussierten Strategie.

Für das erste Halbjahr weist der weltgrösste Vermögensverwalter einen Reingewinn von 4,397 Mrd. Fr. aus. Das sind satte 60% mehr als im ersten Semester 2003.

Im Berichtsquartal nahm der Geschäftsertrag im Jahresvergleich um 6% auf 9,484 Mrd. Fr. zu. Die Einkünfte aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft stiegen um 12% und machten mehr als die Hälfte des Gesamtertrags aus.

Die verwalteten Vermögen wuchsen um 7% auf 2231 Mrd. Franken. Neben der Erholung der Finanzmärkte gegenüber dem Vorjahr sei dies eine Folge der Neugeldzuflüsse von 85,7 Mrd. Fr. in den letzten zwölf Monaten. Im zweiten Quartal beliefen sich die Neugelder auf 16,9 Mrd. Franken.

Investment Bank mit weniger Gewinn

Wie die Konkurrentin Credit Suisse erlitt auch die UBS bei der Investment-Bank einen Gewinnrückgang. Im Jahresvergleich sank der Gewinn vor Steuern um 8% auf 923 Mio. Franken, im Vergleich zum Rekordergebnis des ersten Quartals beträgt der Abschlag gar 45 Prozent.

Die UBS-Geschäftseinheit Wealth Management erzielte mit einem Gewinn vor Steuern von 881 Mio. Fr. ihr bestes Ergebnis seit dem ersten Quartal 2001. Dies entspricht einem Anstieg von 1% gegenüber dem Startquartal 2004. Im Global Asset Management sank der Gewinn vor Steuern gegenüber dem ersten Quartal um 9% auf 131 Mio. Franken.

Für das zweite Halbjahr gibt sich die UBS mit Blick auf die anhaltende Börsenschwäche zurückhaltend: Der Konzern erwarte, dass sich die Erträge wieder verstärkt entsprechend dem typischen saisonalen Rhythmus entwickelten und daher nicht an das Niveau vom ersten Halbjahr anknüpfen könnten, erklärte Wuffli.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Gewinn UBS 2. Quartal: 1,974 Mrd. Fr. (19% weniger als im 1. Quartal)
Gewinn CSG 2. Quartal: 1,460 Mrd. Fr. (22% weniger als im 1. Quartal)

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