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Unctad-Konferenz: Schweizer Delegation bewertet dialogfreundliches Klima positiv

Die Schweizer Delegation zieht eine positive Bilanz der zehnten Konferenz der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD), die am Samstag (19.02.) in Bangkok zu Ende ging. Die Schweiz zeigt sich erfreut über das dialogfreundliche Klima.

Dieser Inhalt wurde am 19. Februar 2000 - 12:27 publiziert

Die Schweizer Delegation zieht eine positive Bilanz der zehnten Konferenz der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD), die am Samstag (19.02.) in Bangkok zu Ende ging. Die Schweiz zeigt sich erfreut über das dialogfreundliche Klima.

Um die Bedeutung der Konferenz abzuschätzen, müsse man sich die Lage vor drei Monaten vor Augen führen, sagte Laurent Guye, stellvertretender Chef der siebenköpfigen Schweizer Delegation. Damals hatte eine Atmosphäre von Konfrontation, Protest und Unsicherheit geherrscht, die schliesslich zum Scheitern von Seattle führte, wie der Leiter der Abteilung Entwicklung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) weiter ausführte.

Für die Schweizer Delegation war an der UNCTAD-Konferenz denn auch das Aufweichen der Fronten ein Hauptanliegen. Über die Notwendigkeit einer weiteren Öffnung der Märkte mit begleitenden Massnahmen habe man sich in Bangkok in groben Zügen geeinigt. Globalisierungs-Befürworter und -Gegner stehen sich nicht mehr auf unvereinbaren Positionen gegenüber.

Die Marktöffnung soll aber von Massnahmen begleitet werden, die den ärmsten Mitgliedern erlaubt, wie die anderen von der Liberalisierung zu profitieren.

Konferenz mit "Bangkoker Erklärung" beendet

Mit der Forderung nach mehr Chancen für die armen Länder in der Weltwirtschaft ist am Samstag die 10. UN- Konferenz über Handel und Entwicklung (UNCTAD) zu Ende gegangen. In einer in Thailands Hauptstadt verabschiedeten "Bangkoker Erklärung" fordern die 3'000 Delegierten aus 190 Mitgliedsstaaten, künftige Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO auch mit Blick auf die Interessen der Entwicklungsländer zu führen. Gleichzeitig endeten die friedlichen Proteste hunderter Demonstranten, die während der Konferenz vor den Folgen der Globalisierung gewarnt hatten.

Die Erklärung weist überdies auf die Gefahren vernetzter Märkte vor allem für die 48 ärmsten Länder der Welt hin: "Die Globalisierung hat auch dazu beigetragen, einige Staaten an den Rand zu drängen, vor allem die ärmsten Nationen." Einkommensunterschiede innerhalb und zwischen Staaten seien noch immer gross, während immer mehr Menschen in Armut lebten, kritisiert das Papier. "Für viele Länder ist es schwer, mit dem verschärften Wettbewerb Schritt zu halten und die Chancen der Globalisierung zu nutzen."

Als wichtigste Herausforderungen für die Weltgemeinschaft nennt die Abschlusserklärung neben der Einbindung aller Länder in den Welthandel die Lösung des Schuldenproblems, die soziale Entwicklung sowie institutionelle Reformen. Darüber hinaus soll sicher gestellt werden, dass arme Staaten weiterhin Finanzhilfen erhalten. "In einer Welt, die immer stärker von Wissen abhängt, ist hier Unterstützung nötig, damit Entwicklungsländer effektiv an der Weltwirtschaft teilhaben können."

SRI und Agenturen

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