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Unwetter in Uri und Tessin

Ein Zivilschützer steht in Magadino, Tessin, neben dem Erdrutsch, der die Strasse und Bahnlinie Luino-Bellinzona zugeschüttet hat.

(Keystone)

Sintflutartige Regenfälle haben in der Zentral- und Südschweiz Erdrutsche ausgelöst. Die Verkehrsverbindungen am Gotthard waren unterbrochen.

Vor allem die Kantone Uri und Tessin sind am Freitag von schweren Unwettern heimgesucht worden. Die Strassen- und Bahnverbindungen am Gotthard waren unterbrochen und konnten erst am Samstagmorgen wieder geöffnet werden. Für den Transit-Schwerverkehr gilt seit Freitag die "Phase Rot". Transitfahrten mit Ausreise im Tessin dürfen Gotthard- und San-Bernardino-Route nicht befahren.

Die heftigen Niederschläge hatten im Laufe des Freitags alle Verkehrsverbindungen nach Süden lahmgelegt. Ein Erdrutsch blockierte am Freitag als erstes die Kantonsstrasse. Am Nachmittag folgte die Autobahn: Nach einem kleinen Erdrutsch zwischen Amsteg und Wassen musste die A2 in beiden Richtungen gesperrt werden.

Zuletzt erwischte es auch die SBB

Am Freitagabend brach dann auch die Gotthardlinie der SBB zusammen. Ein Erdrutsch zwischen Wassen und Eggwald im Urnerland blockierte die Strecke. Die Lokomotive eines Güterzugs entgleiste am Ort des Erdrutsches. Nach Angaben der SBB konnte der Bahnbetrieb am Samstagmorgen wieder aufgenommen werden.

Während es in den Niederungen wie aus Kübeln goss, schneite es in den Bergen. Auf dem Gotthardpass (2108 Meter über Meer) fiel über ein Meter Neuschnee. Wegen der grossen Lawinengefahr haben die Urner und die Tessiner Behörden die für Samstag vorgesehene Passöffnung verschoben.

100 Personen evakuiert

In der Nacht spielten sich an mehreren Orten dramatische Szenen ab. So wurde in Erstfeld, Kanton Uri, ein Haus von einem 20 Meter breiten Erdrutsch eingedrückt. In Bristen im Frentschenberg wurde ein halbes Haus weggerissen. Verletzte gab es nicht. In verschiedenen Urner Gemeinden mussten rund 100 Menschen evakuiert werden.

Wassermassen im Tessin

Im Tessin wurde mit 378 Liter Regen pro Quadratmeter der höchste Wert in einer Frühjahrsperiode seit Messbeginn vor 50 Jahren festgestellt. Wegen Erdrutschgefahr mussten zahlreiche Strassen gesperrt werden. Die Strassen- und Bahnverbindung am Lago Maggiore in Richtung Luino in Italien waren nach mehreren Erdrutschen unterbrochen. Auf dem Abschnitt Cadenazzo-Magadino wurden rund 15 Meter Geleise und Fahrleitung weggespült.

55 grössere und kleinere Erdrutsche und Überschwemmungen wurden gezählt. Rund 450 Zivilschützer sind mit Räumungsarbeiten in den verwüsteten Zonen beschäftigt. Verletzte gab es laut Polizei bisher nicht. Noch vor wenigen Tagen hatte im Tessin wegen wochenlanger Trockenheit Waldbrandgefahr geherrscht.

Schwere Regenfälle auch in Graubünden

Wegen Regenfälle ist auch die Strecke der Rhätischen Bahn (RhB) zwischen Trun und Disentis gesperrt. Die Zugpassagiere werden zwischen Trun und Disentis werden in Ersatzbussen befördert.

swissinfo und Agenturen


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