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Urs Roth neuer Chef der Bankier-Vereinigung

Urs Roth, der zukünftige Vorsitzende der Bankier-Vereinigung. Schweizer Bankier-Vereinigung

Der neue Vorsitzende der Bankier-Vereinigung heisst Urs Roth. Die Wahl des UBS-Juristen kommt überraschend, denn auch Botschafter Thomas Borer war im Gespräch gewesen.

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2000 - 23:08 publiziert

Urs Roth wird neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bankier-Vereinigung. Der Verwaltungsrat hat den 53-jährigen Juristen zum Nachfolger von Niklaus Blattner gewählt. Dies wurde am Montag (27.11.) bekannt gegeben. Er wird sein Amt im Frühjahr 2001 antreten, Niklaus Blattner wird per Januar ins Direktorium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) übertreten.

Jurist mit Können

Roth leitet zur Zeit den Rechtsdienst bei der Schweizer Grossbank UBS. Letztmals in die Schlagzeilen kam er, als er im Februar 1999 die Milliardenforderungen der deutschen IG Farben AG ablehnte und als er Anfang 1998 den jahrelangen Streit zwischen der Grossbank und dem Privatbankier Martin Ebner beilegte.

Laut dem Communiqué der Bankier-Vereinigung hat Roth eine umfassende Sachkenntnis. Er übe eine erfolgreiche Berufstätigkeit in einer Schlüsselposition eines Finanzdienstleistungs-Konzerns aus und sei tief verankert in der Verbandsarbeit. Er erfülle also das Anforderungsprofil in jeder Beziehung.

Borer nicht gewählt

Im Gespräch war auch der Schweizer Botschafter in Berlin, Thomas Borer, gewesen. Der ehemalige Taskforce-Chef für nachrichtenlose Vermögen war bei den Banken hoch angesehen. In den letzten Wochen war er jedoch wegen undiplomatischer Äusserungen in einer Satiresendung von SF DRS und angeblich ausufernden Parties seiner Frau in die Klatschspalten der Boulevardpresse geraten.

Ob diese Medienpräsenz zu seiner Nichtwahl führte oder ob er gar nie wirklich in Betracht gezogen worden war, ist unklar. Im Vorfeld hatten Analysten auch vermutet, seine Lohnvorstellungen seien der Bankier-Vereinigung zu hoch gewesen.

Philippe Kropf

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