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Versicherte wechseln ihre Krankenkasse häufiger

Ultraschall-Untersuchungen während der Schwangerschaft gehören zu den Leistungen der obligatorischen Grundversicherung.

(Keystone)

Im Jahr 2000 haben mehr Versicherte ihre Krankenkassen gewechselt als in den Vorjahren. Vor allem die mitgliederstärksten Kassen verloren Grundversicherte, wie eine AP-Umfrage ergab. Grosse Gewinnerin ist die Sanitas. Besonders häufig wurden die Kassen in der Romandie gewechselt.

Der grösste Schweizer Krankenversicherer Helsana konnte seine Stellung trotz Abgängen von Versicherten erfolgreich verteidigen. Anfang dieses Jahres betrug die Zahl der Grundversicherten noch 1,150 Mio. Das waren rund 20'000 weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang sei vor allem auf die Risikostruktur der Kasse zurückzuführen, sagte Helsana-Sprecher Christian Beusch. Die Helsana als grosse Krankenkasse versichere viele ältere Leute, die mehr Kosten verursachten als jüngere Leute. Weiter habe sich auch der Rückzug aus Liechtenstein auf die Mitgliederzahl ausgewirkt.

Am meisten Grundversicherte verlor die zweitgrösste Krankenkasse der Schweiz, die CSS. Rund fünf Prozent oder gut 50'000 Mitglieder der ehemals 1,108 Mio. Versicherten wechselten zu einer anderen Kasse. CSS-Sprecher Stephan Michel begründete den massiven Verlust von Mitgliedern mit einer "Konsolidierung". In den drei vorangegangenen Jahren habe die CSS über 200'000 Versicherte dazu gewonnen. Durch das überproportionale Wachstum habe man in den letzten Jahren massive Reserven für die neuen Versicherten anlegen müssen. Dies habe sich in dem Prämienanstieg von acht Prozent niedergeschlagen, erklärte Michel.

Die Concordia behauptete sich auf Platz 3 in der Liste der grössten Kassen und legte innert Jahresfrist um rund 11'000 auf 581'000 Mitglieder zu. Weniger positiv fiel die Bilanz bei der Visana aus: Mit 17'000 Abgängen hat die Kasse nun noch rund 550'000 Mitglieder. Dennoch konnte sich die Visana an vierter Stelle halten.

Durch den Zusammenschluss mit der Caisse Vaudoise konnte sich die Groupe Mutuel vom sechsten auf den fünften Rang verbessern. Der Bestand der Grundversicherten stieg von 388'000 auf 530'000 Mitglieder. Mit einer Mitgliederzahl von 470'000 hielten sich die Zu- und Abgänge bei der Swica die Waage. Die Intras konnte um drei Prozent auf 396'240 Grundversicherte zulegen.

Sanitas gewinnt neun Prozent mehr Grundversicherte

Den prozentual stärksten Zuwachs, abgesehen von der mit der Caisse Vaudoise zusammengeschlossenen Groupe Mutuel, verzeichnete die Sanitas. Sie konnte ihren Bestand um neun Prozent auf 394.000 Mitglieder erhöhen. Sanitas-Mitarbeiter Marco Kammerling begründete die Zugänge mit der guten Marktposition und dem dichten Vertriebsnetz der Krankenkasse. Das Wechselverhalten der Schweizer sei aber immer noch sehr träge. Auch die KPT konnte die Mitgliederzahl steigern. Die Zahl der Grundversicherten stieg um vier Prozent auf 316'000 Mitglieder an.

Romands wechseln häufiger

Die Mitglieder-Bewegungen zeigen nach Auskunft des Konkordats der Schweizerischen Krankenversicherer, dass die Zahl der Kassenwechsel im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren gestiegen ist. Sprecher Peter Marbet führte dies auf die unterschiedliche Prämienentwicklung zurück. Auch der Aufruf zum Wechseln der Kassen im Falle von hohen Prämien-Aufschlägen habe mehr Beachtung gefunden. Besonders viele Wechsel seien in der Romandie beobachtet worden, sagte Marbet.

swissinfo und Agenturen


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