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Vertrauliche Daten von WEF-Teilnehmern gehackt

Die Gitter des Militärs konnten die Server des WEFs nicht schützen.

(Keystone)

Hacker haben vertrauliche Daten von Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos geknackt: Kreditkarten-Nummern, Passwörter sowie private Telefon- und Handy-Nummern. Als Beweis für den Daten-Klau wurden zudem Reisepläne von hochrangigen Politikern im Internet veröffentlicht.

Wer Rang und Namen hat war in den letzten Jahren am WEF in Davos. Entsprechend exklusiv fallen die Daten aus, die von den Servern des WEF in Genf heruntergeladen wurden: Kreditkarten-Informationen von US-Aussenministerin Madeleine Albright oder Palästinenser-Präsident Yassir Arafat und von weiteren 1'400 Global Leaders. Ausserdem Privatadressen, Pass-, Telefon- und Handynummer von insgesamt 27'000 Personen.

Eine CD-Rom mit den Daten - ausgedruckt würden sie 80'000 A4-Seiten füllen - wurde der "Sonntagszeitung" zugestellt. Die Zeitung vermutet, dass Computer-Spezialisten aus den Reihen der Globalisierungsgegner hinter der Aktion stehen.

WEF nervös

Das WEF bestätigte am Sonntag (04.02.) gegenüber mehreren Medienschaffenden den Daten-Klau: "Das ist ein Fall von Cyber-Kriminalität. Wir nehmen den Vorfall sehr ernst", sagte WEF-Pressesprecher Charles McLean gegenüber der "Sonntagszeitung".

Alle Kreditkarten müssen nun gesperrt werden. Denn das Schadenpotential ist enorm: Mit den Kreditkarten-Informationen könnten teure Waren, Hotelzimmer oder Flüge gebucht werden. Besonders betroffen ist laut "Sonntagzeitung" das Schweizer Joint Venture von Credit Suisse und American Express, Swisscard. Ihre Produkte seien bei der WEF-Klientel besonders verbreitet, sagte Swisscard-Chef Urs Baumann. Ebenfalls gehackt wurden die persönlichen Passwörter für den privaten Bereiche der WEF-Homepage.

Reisepläne im Internet

Eine Kostprobe der Daten wurde auf einer Homepage im Internet veröffentlicht: Präzise Reise- und Flugpläne des israelischen Aussenministers Shimon Peres oder dem französischen Wirtschafts-Minister Laurent Fabius, inbegriffen der zu treffenden Gesprächspartner.

Straftaten werden eigentlich keine erwartet. Swisscard-Chef Baumann vermutet in der "Sonntagszeitung", dass es vor allem darum gegangen sei, das WEF zu diskreditieren. "Das ist ihnen gelungen", sagte er.

Philippe Kropf und Agenturen


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