Vorschlag aus der Romandie: Flughafen Genf-Cointrin soll Kloten entlasten

Der Genfer Volkswirtschaftsdirektor Carlo Lamprecht lanciert erneut die Debatte über die internationalen Flüge. Keystone

Der Flughafen Genf-Cointrin soll Kloten entlasten und damit wieder aufgewertet werden. Die Volkswirtschafts-Direktoren Genfs und der Waadt sind bei ihrem Zürcher Amtskollegen in diesem Sinne vorstellig geworden.

Dieser Inhalt wurde am 16. Dezember 2000 - 11:56 publiziert

Der Genfer Volkswirtschaftsdirektor Carlo Lamprecht bestätigte am Samstag (16.12.) einen entsprechenden Bericht im Zürcher "Tages-Anzeiger". Das Westschweizer Angebot liege beim Zürcher Volkskwirtschafts-Direktor Ruedi Jeker auf dem Tisch. 1996 hatte Swissair praktisch alle internationalen Abflüge von Genf nach Zürich verlagert.

Angesichts der Lärmprobleme rund um den Flughafen Kloten dränge sich eine Rückverlagerung eines Teils der Auslandflüge nach Genf geradezu auf, sagte Lamprecht. Er schlägt vor, in dieser Sache gemeinsam an Swissair zu gelangen.

Unzufriedene Geschäftsleute

Zudem seien die Flugverbindungen zwischen Genf und Zürich zu verbessern, ergänzte Lamprecht. Viele Geschäftsleute beklagten Verspätungen, Komfort-Einbussen und zu hohe Preise.

Die Waadtländer Volkswirtschaftsdirektorin Jacqueline Maurer und Lamprecht waren bereits vor rund zwei Monaten in Zürich vorstellig geworden. Der Flughafen Genf sei nicht nur für die Westschweiz, sondern auch für das benachbarte Frankreich von Bedeutung. Das Entwicklungs-Potential von Genf-Cointrin sei gross.

Höfliches Interesse in Zürich

Gemäss "Tages-Anzeiger" stiess der Westschweizer Vorschlag in Zürich auf "höfliches Interesse". Letzten Donnerstag hatte das Bundesgericht zwar grünes Licht für den Flughafenausbau gegeben, andererseits aber auch die Lärmschutz-Grenzwerte wieder nach unten korrigiert.

swissinfo und Agenturen

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