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Wahlen in Italien: Die Migranten in der Schweiz zeigen immer weniger Interesse

Anders als ihre Eltern wählen die in der Schweiz geborenen Italiener eher rechts. Keystone

30'000 bis 50'000 Italiener, die in der Schweiz leben, reisen für die Wahlen vom 13. Mai in ihr Heimatland. Ihre Stimme dürften sie mehrheitlich der Mitte-Links-Koalition geben.

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2001 - 11:08 publiziert

In der Schweiz leben insgesamt 360'000 italienische Staatsangehörige. Wollen sie sich an den Wahlen beteiligen, müssen sie in ihren Heimatort reisen. Erst in der nächsten Legislatur will der Senat eine Gesetzesänderung beraten, welche die Stimmabgabe aus dem Ausland ermöglichen würde.

Die Zugsreise in die Heimat wird den Wahlwilligen allerdings bezahlt. Deshalb dürften auch dieses Jahr viele Italiener den Urnengang nutzen, um eine oder zwei Wochen in der Heimat zu verbringen, wie der in der Schweiz lebende Gewerkschafter Guglielmo Grossi auf Anfrage sagte.

Mehrheit für Linksparteien

Die Mehrheit der «Schweizer Stimmen» geht traditionell an Linksparteien. So war es auch 1997, als die Vertreter in den Komitees der Italiener im Ausland (COMITES) zu bestimmen waren. Über 80 Prozent der in der Schweiz lebenden Italiener entschieden sich damals für Listen auf der linken Seite des Spektrums.

Die Rechte bleibt aber nicht untätig. Sie will in allen Kantonen an Veranstaltungen für das Berlusconi-Bündnis werben, wie Davide Piscopo, Schweiz-Verantwortlicher der Rechtsbewegung Alleanza Nazionale (AN), sagte.

Wenig Interesse

Generell habe das Interesse der Migranten am politischen Leben in ihrer Heimat aber abgenommen, sagt Piscopo. Nach seiner Einschätzung haben sich vor allem viele Junge der zweiten und dritten Generation von der Politik abgewendet.

Immerhin: Bei den politisch aktiven Jungen haben die Rechten offenbar gute Karten. Nach Ansicht von Piscopo sind die Jüngeren tendenziell eher rechts situiert als ihre Eltern.

swissinfo und Agenturen

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