Weg frei für nationale Netz-Gesellschaft

Nach dem Einlenken der Atel ist mit einem Referendum des "Westblocks" gegen eine einheitliche nationale Netz-Gesellschaft kaum mehr zu rechnen. Keystone

Einer künftigen nationalen Netz-Gesellschaft im Strommarkt steht voraussichtlich nichts mehr im Weg. Auch die Atel, die grösste Schweizer Strom-Händlerin, gibt ihren Widerstand gegen das vom Bund vorgesehene Projekt auf.

Dieser Inhalt wurde am 15. November 2000 - 18:18 publiziert

Die Atel widersetze sich einer nationalen Netz-Gesellschaft nicht mehr, bestätigte Firmensprecher Stefan Nünlist am Mittwoch (15.11.) einen Bericht der "HandelsZeitung". Grund für den Meinungswechsel sei insbesondere die sich europaweit abzeichnende Tendenz, die Höchstspannungs-Netze einer einzigen Gesellschaft pro Land zu übertragen.

"Wir können mit der Formulierung im neuen Strommarkt-Gesetz leben", führte Nünlist aus. Dieses sieht vor, dass das Übertragungsnetz auf gesamt-schweizerischer Ebene von einer nationalen privatrechtlichen Gesellschaft betrieben wird.

Referendum unwahrscheinlich

Bislang waren die Meinungen der bisherigen Eigentümer gespalten. Während die "Ostgruppe" mit NOK, EGL, CKW und EWZ dem Konzept zustimmte, hatten die im "Westblock" vereinten Atel, BKW und EOS das Vorhaben als "wettbewerbsfeindlich" bekämpft.

Damit ist aus den Reihen der Netzbesitzer kaum mehr mit einem Referendum zu rechnen. "Wenn sich der Meinungsführer in der Westgruppe nicht widersetzt, ist der Weg zur Bildung der Netzgesellschaft frei", erklärte der im Verband Schweizer Elektrizitätsunternehmen (VSE) für den Bereich Strommarkt zuständige Werner Graber auf Anfrage.

swissinfo und Agenturen

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