Weniger Tote und Verletzte auf Schweizer Strassen

Autobahnen sind immer noch gefährlich für die Verkehrsteilnehmer. Keystone

Laut Verkehrstatistik hält der rückläufige Trend bei den Verkehrstoten und Schwerverletzten auf den Schweizer Strassen weiterhin an.

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2003 - 17:43 publiziert

Stark zugenommen haben jedoch die Unfälle, an denen Kleinmotorräder beteiligt waren.

513 Menschen sind 2002 auf Schweizer Strassen ums Leben gekommen, 31 weniger als im Vorjahr. Erneut gab es laut Bundesamt für Statistik (BFS) auch weniger Schwerverletzte. Die Sicherheit innerorts wie auch jene der Nichtmotorisierten sei gestiegen. Zugenommen habe das Risiko bei den Kleinmotorrädern.

Im Jahr 2002 verunfallten im Strassenverkehr insgesamt 23'647 Menschen, leicht weniger als im Vorjahr (23'896). Wie das BFS am Dienstag bekannt gab, starben im Berichtsjahr noch 513 Menschen, 31 oder 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Jahr 2000 ergibt sich gar ein Rückgang bei den Verkehrstoten um 13,3 Prozent. Die Zahl der Schwerverletzten sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf 5931.

"Gefährlichere" Autobahnen

Wie das BFS weiter feststellt, sind die Autobahnen für die Verkehrsteilnehmer "gefährlicher" geworden. So sei die Zahl der Verkehrstoten auf Autobahnen innert Jahresfrist um fünf auf 76 angestiegen. Im Jahr 2000 waren es noch deren 43 gewesen. Die Schwerverletzten auf Autobahnen wiederum gingen um 73 auf 418 zurück.

Innerorts nahm die Sicherheit dagegen zu beziehungsweise die Zahl der Getöteten innert Jahresfrist um 40 auf 164 Personen ab. Die innerorts Getöteten machten damit noch knapp einen Drittel (32 Prozent) aller Verkehrstoten aus. Die Zahl der innerorts Schwerverletzten blieb allerdings mit 3485 (Vorjahr: 3535) praktisch stabil.

Nichtmotorisierte: 17% weniger Tote pro Jahr

Laut BFS ist die Sicherheit nicht motorisierter Verkehrsteilnehmer in den letzten zwei Jahren grösser geworden, was vor allem der spektakuläre Rückgang bei den Toten zeige. Waren im Jahr 2000 noch 183 Tote zu beklagen, sank die Zahl von 149 (2001) auf noch 127 im Berichtsjahr. Dies entspricht einem jährlichen Rückgang um durchschnittlich fast 17 Prozent.

Damit finden sich unter den Toten auf Schweizer Strassen vor allem Insassen von Personenwagen (53 Prozent), Benützer von motorisierten Zweirädern (19 Prozent) sowie nicht motorisierte Verkehrsteilnehmende (25 Prozent). In der letzten Kategorie sind vor allem Fussgänger betroffen, die im Berichtsjahr mit 96 Toten 19 Prozent aller Todesopfer ausmachten sowie die Velofahrer mit 26 Toten (fünf Prozent).

Risiko Kleinmotorrad

Einem zunehmenden Risiko sind laut BFS die Kleinmotorradfahrer- und fahrerinnen ausgesetzt. So stieg bei dieser Kategorie die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten innert fünf Jahren von 87 auf 336 Personen an. Diese Entwicklung ist laut BFS nur teilweise auf den höheren Fahrzeugbestand von 38'600 (1997) auf 106'000 (2002) zurückzuführen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

2002: 513 Verkehrstote (-31)
2002: 5931 Schwerverletzte (-263)
Aufteilung der Todesopfer: 53% Autofahrer, 25% Fussgänger und Verlofahrer, 19% Fahrer motorisierter Zweiräder

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