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Wirtschaft und Politik müssen Partner sein

Aussenminister Joseph Deiss (l.) mit Kofi Annan (sitzend) im Tram auf dem Weg nach Zürich Oerlikon.

(Keystone)

UNO-Generalsekretär Kofi Annan ist am Mittwoch (28.03.) zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz eingetroffen. Vor Wirtschaftsführern in Zürich forderte er gemeinsame Anstrengungen von Regierungen, Wirtschaft und Freiwilligen. Eine aktive Teilnahme der Wirtschaft wünschte sich Aussenminister Joseph Deiss.

Kofi Annan in der Schweiz: Wirtschaft und Politik müssen Partner sein

Politik und Wirtschaft sitzen im gleichen Boot. Denn ohne Frieden und Reichtum gibt es keine florierende Märkte, wie UNO-Generalsekretär Kofi Annan und Aussenminister Joseph Deiss am Mittwochabend (28.03.) in Zürich betonten.

Vor 1'600 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik - darunter die früheren Bundesräte Adolf Ogi und Flavio Cotti - machte Annan darauf aufmerksam, dass nach wie vor ein grosser Teil der Weltbevölkerung unter Hunger, Armut, Krankheit, Umweltzerstörung und schlechter Bildung leide.

Er rief die Wirtschaft und namentlich die international tätigen Unternehmen dazu auf, gemeinsam mit Regierungen und Organisationen von Freiwilligen zur Lösung dieser Probleme beizutragen. Die Unternehmen bat er, noch in grösserer Zahl dem von ihm lancierten "Global Compact" beizutreten.

Diese war von Annan 1999 in Davos ins Leben gerufen worden. Sie soll die Zusammenarbeit mit Unternehmen in den Bereichen Menschenrechte, Arbeit und Umwelt fördern. Viele Schweizer Unternehmen hätten die Initiative bereits unterzeichnet, sagte Annan.

Deiss hofft auf Engagement der Wirtschaft

Auch Bundesrat Joseph Deiss forderte ein Zusammen-Spannen von Politik und Wirtschaft. "Bringen Sie die Interessen der Wirtschaft ein in der kommenden Diskussion über den UNO-Beitritt", appellierte der Aussenminister an die anwesenden Wirtschaftsführer.

Damit die Aussenpolitik der Wirtschaft zu guten Rahmenbedingungen verhelfen könne, brauche ein Land wie die Schweiz strategische Allianzen, genau so wie ein Unternehmen. Den Rahmen dafür bieten gemäss Deiss die internationalen Organisationen, allen voran die UNO.

Als Nicht-Mitglied der UNO verhalte sich die Schweiz wie eine wichtige Aktionärin, die sich selber von der Aktionärs-Versammlung ausschliesse. Menschliche Sicherheit bedeute unter anderem Frieden, Achtung der Menschen-Rechte und Schutz der natürlichen Umwelt. "Dies sind die Ziele der Vereinten Nationen wie auch der schweizerischen Aussenpolitik", sagte Deiss.

Empfang in Bern

Am Donnerstag trifft Annan in Bern Bundespräsident Moritz Leuenberger sowie die Bundesräte Joseph Deiss, Kaspar Villiger und Bundesrätin Ruth Metzler. Im Zentrum der Gespräche stehen "die internationale politische Situation und die Beziehungen zwischen der Schweiz und der UNO".

Der dreitägige offizielle Besuch von Kofi Annan findet 15 Jahre nach dem Nein des Schweizer Volks zum UNO-Beitritt und ein Jahr vor der geplanten Neuauflage einer Volks-Abstimmung statt.

Rede vor der UNO-Menschrechtskommission in Genf

Am Freitag werden sowohl Annan als auch Leuenberger in Genf eine Rede vor der UNO-Menschenrechtskommission halten. Annan wird in Genf ferner den französischen Präsidenten Jacques Chirac und den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, treffen.

swissinfo und Agenturen


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