Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Wirtschaft und Politik müssen Partner sein

Aussenminister Joseph Deiss (Mitte) und UNO-Generalsekretär Kofi Annan (r.) sprachen vor Wirtschaftsvertretern in Zürich.

(Keystone)

Politik und Wirtschaft sitzen im gleichen Boot. Denn ohne Frieden und Reichtum gibt es keine florierenden Märkte, wie UNO-Generalsekretär Kofi Annan und Aussenminister Joseph Deiss am Mittwochabend (28.03.) in Zürich betonten.

Grosse Teile der Bevölkerung befänden sich heute ausserhalb des globalen Marktes, sagte Annan in seiner rund 40-minütigen Rede an der Veranstaltung der Credit Suisse. Hunger, Krankheiten, fehlende Ausbildung und Kriege führten dazu, dass diese Menschen weder produzierten noch konsumierten.

Die Hälfte unserer Mitmenschen weltweit müsse tagtäglich mit weniger als zwei Dollar pro Tag überleben, sagte Bundesrat Joseph Deiss vor den hunderten geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Kultur. "Der Zustand unserer Welt ist in mancher Hinsicht eine Schande. Die Empörung darüber ist deshalb so gering, weil wir alle mitverantwortlich sind".

Globale Gemeinschaft

Um die Probleme zu lösen, müssten Regierungen, Wirtschaft und internationale Organisationen zusammenarbeiten und eine globale Gemeinschaft bilden, sagte Annan weiter. Regierungen müssten die Türen für Investitionen öffnen und die bürokratischen Hindernisse beseitigen. Die private Seite müsse investieren.

Die Globalisierung müsse allen Menschen Vorteile bringen, sagte Deiss. "Wenn uns das nicht gelingt, verlieren wir alle". Und dies sei genauso ein Problem der Wirtschaft.

Für Deiss gehört zur globalen Zusammenarbeit auch der UNO-Beitritt der Schweiz. Die Ziele der UNO und der Schweizer Aussenpolitik seien dieselben: Frieden und gedeckte Grundbedürfnisse, Achtung der Menschenrechte und Schutz der Umwelt.

Annan bedankte sich für die grosszügige Unterstützung, die die Schweiz fast allen Organisationen und Programmen der UNO gewähre, und fügte hinzu, er wünschte sich, alle Mitgliedstaaten wären so verlässlich in ihrer Unterstützung wie die Schweiz. "Was immer meine persönlichen Hoffnungen sind, ich glaube, das Schweizer Volk muss die Entscheidung über einen Beitritt zur UNO für sich treffen, ohne äusseren Druck", betonte Annan.

Empfang in Bern

Am Donnerstag trifft Annan in Bern Bundespräsident Moritz Leuenberger sowie die Bundesräte Joseph Deiss, Kaspar Villiger und Bundesrätin Ruth Metzler. Im Zentrum der Gespräche stehen "die internationale politische Situation und die Beziehungen zwischen der Schweiz und der UNO".

Der dreitägige offizielle Besuch von Kofi Annan findet 15 Jahre nach dem Nein des Schweizer Volks zum UNO-Beitritt und ein Jahr vor der geplanten Neuauflage einer Volksabstimmung statt.

Rede vor der UNO-Menschrechtskommission in Genf

Am Freitag werden sowohl Annan als auch Leuenberger in Genf eine Rede vor der UNO-Menschenrechtskommission halten. Annan wird in Genf ferner den französischen Präsidenten Jacques Chirac und den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, treffen.

swissinfo und Agenturen


Links

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

×