USA: Millionenbussen für Schweizer Unternehmen

Mehrere grosse Schweizer Unternehmen müssen in den USA aus verschiedenen Gründen Millionenbussen berappen. Betroffen sind die Logistikunternehmen Kühne + Nagel und Panalpina, der Elektrotechnikkonzern ABB und der Pharmakonzern Novartis.

Dieser Inhalt wurde am 01. Oktober 2010 - 08:38 publiziert
swissinfo.ch und Agenturen

Novartis muss in den USA eine Busse und Strafgelder von total 422,5 Mio. Dollar bezahlen. Im Zentrum stehen Verstösse gegen Vermarktungsrichtlinien rund um das Epilepsie- Medikament Trileptal und fünf weitere Produkten.

Die US-Tochter Novartis Pharmaceuticals Corporation (NPC) habe mit der zuständigen US-Behörde eine Einigung in einem zivil- und strafrechtlichen Verfahren erzielt, teilte Novartis am Donnerstagabend mit.

ABB muss wegen Schmiergeldzahlungen in Mexiko und im Irak eine Millionenbusse berappen: Nach einer Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC und dem Justizministerium in Washington zahlt der Energietechnik-Konzern 58,3 Mio. Dollar Strafe.

Die ABB-Töchter in den USA und in Jordanien haben zugegeben, für Aufträge in Mexiko sowie im Rahmen des UNO-Hilfsprogramms "Öl für Nahrungsmittel" im Irak Behördenvertreter geschmiert zu haben. Dabei ging es laut der Nachrichtenagentur Reuters um Stromausrüstungs-Aufträge in der Höhe von 81 Mio. Dollar. Die Bestechungsgelder betrugen gemäss SEC und dem US- Justizministerium rund 2 Mio. Dollar.

Die beiden Logistikunternehmen haben gegen das US-Kartellrecht verstossen. Konkret geht es um Zuschläge im internationalen Frachtgeschäft. Um ein Kartellverfahren beizulegen, zahlt Panalpina eine Busse von 12 Mio. Dollar, Kühne + Nagel 9,9 Mio. Dollar.

Panalpina werde sich in drei Fällen vorgeworfener Absprachen schuldig bekennen, teilte das Speditionsunternehmen am Donnerstagabend mit. Nebst Zuschlägen im Luftfrachtgeschäft geht es bei Panalpina auch um Sondergebühren im internationalen Seefrachtgeschäft.

Kühne + Nagel seinerseits räumte per Mitteilung ein, dass fünf Tochtergesellschaften bestimmte Zuschläge bei Luftfrachtgeschäften erhoben hätten.

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