Zeit zum Abschied nehmen

UEK-Präsident Jean-François Bergier (l.) spricht mit Bundespräsident Moritz Leuenberger. Keystone

Der Bundesrat empfing die Unabhängige Experten-Kommission (UEK) um den Historiker Jean-François Bergier, um deren Arbeit zu würdigen.

Dieser Inhalt wurde am 19. Dezember 2001 - 20:13 publiziert

Genau fünf Jahre nach der Einsetzung der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg (UEK) wurden die Historiker von drei Bundesräten empfangen. Bundespräsident Moritz Leuenberger, Bundesrätin Ruth Dreifuss und Bundesrat Joseph Deiss sowie Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz luden zum Mittagessen im Von-Wattenwyl-Haus.

Vorversion des Schlussberichtes

Den anwesenden Regierungsmitgliedern überreichte der UEK-Präsident Jean-Francois Bergier ein Exemplar des Schlussberichtes. Mit dieser symbolischen Übergabe zeige die Kommission die fristgerechte Beendigung ihrer Arbeit, heisst es in einem Communiqué. Endgültig erhält der Bundesrat die Zusammenfassung Mitte März in vier Sprachen - deutsch, französisch, italienisch und englisch.

Die Kommission hatte den Syntheseband am Mittwoch an ihrer letzten Sitzung verabschiedet. Mit der Übergabe wird die Arbeit der Kommission abgeschlossen, die Kommission wird sich per 31. Dezember 2001 auflösen.

Akten ins Bundesarchiv

Ein kleines Team wird noch die Produktion des Schlussberichts begleiten. Dieser beinhaltet den Syntheseband sowie 25 teils schon veröffentlichte Einzelstudien. Weiter wird das Team die Akten dem Bundesarchiv übergeben.

Untersuchung zum Handel mit Nazis

Die UEK war vor fünf Jahren durch einen Beschluss der Bundesversammlung ins Leben gerufen worden, um vor dem Hintergrund internationaler Kritik die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg zu untersuchen, dies am Verhalten der Schweizer Banken mit nachrichtenlosen Vermögen von Holocaust-Opfern. Für die gesamte Arbeit bewilligten die Eidgenössischen Räte insgesamt 22 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen

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