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Zülle besteht Bergtest

Etappensieger Alexandre Moos am Ziel in Verbier. Alex Zülle bleibt Leader.

(Keystone)

Leader Alex Zülle konnte im Schlussaufstieg der 6. TdS-Etappe nach Verbier seinen Vorsprung geringfügig ausbauen. Etappensieger wurde Alexandre Moos.

Allgemein war bei der Tour de Suisse-Bergankunft in Verbier mit einem Grossangriff auf Zülle gerechnet worden. Doch dessen Gegner verhielten sich ausserordentlich zahm. Insbesondere Laurent Dufaux, der vor dem Schluss-Zeitfahren vom Donnerstag hätte Zeit herausholen müssen, konnte den Leader nicht gefährden.

Der Romand hatte am Sonntag im Aufstieg zum Susten-Pass an seine Leistungs-Grenze gehen müssen. 24 Stunden später verfügte er in seinem Trainingsgelände nicht über die Beine, um Zülle anzugreifen.

Hinzu kam, dass Dufaux auch einen Blick auf die anderen Gegner haben musste, wollte er nicht eine Klassierung auf dem Podium am Ende der Rundfahrt gefährden.

Leichte Aufgabe

"Ich hätte jeden anderen Gegner wegfahren lassen, nur Dufaux nicht." Mit diesen Worten schilderte Alex Zülle seine Taktik, die darauf ausgerichtet war, seinen Hauptgegner möglichst scharf zu markieren.

Verloren hat ein weiteres Mal Pawel Tonkow. Der Russe vermochte wieder nicht mit den Besten mitzuhalten und büsste weitere wertvolle Zeit ein.

Die Beobachter sprechen schon vom Zeitfahren. An die Prüfung gegen die Uhr mag Alex Zülle noch keine Gedanken verschwenden. Vorher gilt es zwei Tagespensen zu bewältigen, die eher auf die Sprinter zugeschnitten sind.

"Aber", so Zülle, "es wäre genial, als Schweizer die eigene Landesrundfahrt zu gewinnen."

Kein neues Geschenk mehr

Zuerst hatte Giuseppe Guerini (It) hinauf nach Verbier sein Glück versucht, danach Peter Luttenberger (Ö). Doch dann kam einer, der schon am Samstag und am Sonntag verzweifelt einen Etappensieg gejagt hatte: Alexandre Moos. Der Walliser setzte sich an die Spitze und bescherte seiner Sportgruppe Phonak damit den vielleicht schönsten Erfolg dieser Saison.

Der stete Angreifer Moos schien allerdings wieder zum Verlierer zu werden, weil Francesco Casagrande kurz nach der 1000-m-Marke zu ihm aufzuschliessen vermochte. Gegen den Italiener hatte der Walliser am Sonntag in Meiringen den Spurt um den Etappensieg verloren, weil er den Sprint selber lanciert hatte.

"Diesmal wollte ich kein Geschenk mehr machen. Mehr hätte ich mir nicht wünschen können, als unter Sonnenschein und vor meinem eigenen Publikum eine Etappe der Tour de Suisse zu gewinnen", freute sich Moos, der auf dem Rennvelo kein Stilist ist, aber ein äusserst generöser Fahrer.

swissinfo und Toni Nötzli (Si)


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