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Zürcher Grossstadion bis 2006

Modell des neuen Fussballstadions Zürich der Architekten Markus Peter und Marcel Meili.

(Keystone)

Bis 2006 wird die Stadt Zürich ein neues Grossstadion mit 30'000 Plätzen erhalten. Das Projekt besticht laut Jury durch seine "Kühnheit".

Von einem "Projekt, das keine Wünsche übrig lässt" sprach Stadtrat Elmar Ledergerber bei der Präsentation am Donnerstag. Das 350 Mio. Franken teure Stadion mit 60'000 Quadratmetern Zusatzfläche hat die Form eines Fünfecks und soll neues Wahrzeichen von Zürich-West werden. Auch Hotels, Gastronomie und Detailhandel sind Teil des Baus.

Rund dreijährige Bauzeit

Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich entscheiden Ende 2002 über das Projekt beim veralteten Hardturm-Stadion. Nach der Detailplanung soll der Fussballpalast in zweieinhalbjähriger Bauzeit bis Ende 2006 realisiert sein. Damit soll auch Zürich nach Basel, Bern und Genf sein Grosstadion erhalten.

Wichtige Rahmenbedingung ist eine perfekte Anschliessung an den öffentlichen Verkehr, unter anderem mit neuer Tramlinie und einem "Veranstaltungs-Bahnhof", wo für Grossanlässe die SBB-Extrazüge einfahren. Für Autos befindet sich unter dem Stadion ein Parkhaus.

Privat finanziert

Wie in Basel und Bern hat auch in Zürich die Credit Suisse Group (CSG) die Federführung übernommen. Die Stadt Zürich bringt 17'000 Quadratmeter Land in das Projekt ein, muss aber keine Gelder investieren. Ledergerber und die Investoren hoffen auf eine namhafte Beteiligung des Kantons.

Laut Erwin Heri, Finanzchef der CS Financial Services (CSFS), können Grossstadien privat finanziert werden. Er geht davon aus, dass sich neben der CSG auch Pensionskassen oder Versicherungen beteiligen. Durch die eingemieteten beiden Zürcher Fussballclubs und vor allem die kommerzielle Nutzung der Zusatzflächen soll das Stadion zum finanziellen Erfolg werden.

Fifa-Stadion?

Unklar ist, wie das neue Stadion heissen soll. Der bisher vorgesehene Name "Fifa-Stadion" ist in der Schwebe, wie Reinhard Giger sagte, der für das Stadion Zuständige bei der CSFS. Voraussetzung sei ein Vertrag mit dem Weltfussball-Verband, der ursprünglich plante, seinen Sitz vom Zürichberg ins Stadion zu verlegen.

Thomas Helbling, Projektleiter Schweiz für die Co-Kandidatur zur Fussball-Europameisterschaft 2008, bezeichnete das Zürcher Stadion als weiteren Trumpf im Hinblick auf die Doppel-Kandidatur der Schweiz und Österreichs, über die Ende Jahr entschieden wird.

Lange Vorgeschichte

Das Stadion hat eine bewegte Vorgeschichte. Von einem - von Stadtrat Elmar Ledergerber favorisierten - polysportiven Megaprojekt musste sich Zürich letztes Jahr aus finanziellen Gründen verabschieden. Die beiden damals prämierten Projekte wurden jedoch zur Anpassung an die neuen Vorgaben empfohlen, was zur jetzigen Lösung führte.

Im Zuge der Neuorientierung zu einem kleineren, reinen Fussballstadion wurde auch beschlossen, den Letzigrund, Heimat des internationalen Leichtathletik-Meetings "Weltklasse in Zürich", umfassend zu sanieren. Dafür sind laut Ledergerber rund 50 Mio. Franken notwendig, worüber ebenfalls an der Urne entschieden wird.

swissinfo und Agenturen


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