Zuversicht nach erneutem Rückgang der Bauinvestitionen

Die Bauinvestitionen sind 1999 in der Schweiz erneut schwächer ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Rückgang um 1,7 Prozent, wie das BFS am Freitag (16.06.) mitteilte. Für das laufende Jahr rechnen die Statistiker mit einem Aufschwung.

Dieser Inhalt wurde am 16. Juni 2000 - 11:45 publiziert

Laut Bundesamt für Statistik (BFS) haben 1999 das weiterhin bestehende Überangebot auf dem Immobilienmarkt und die angespannte Finanzlage der öffentlichen Auftraggeber den Trend zu einer weiteren Abnahme der Bauausgaben verstärkt. Und zwar trotz des tiefen Zinsniveaus auf dem Geld- und Kapitalmarkt.

Gemäss provisorischen Resultaten ergab sich damit im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 700 Mio. Franken oder 1,7 Prozent auf 40,7 Mrd. Franken. Unter Berücksichtigung einer geschätzten Bauteuerung von 1,5 Prozent beträgt die Verringerung rund drei Prozent.

Hoch- und Tiefbau vom Rückgang betroffen

Im Hochbau gingen die Investitionen im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 31,014 Mrd. Franken zurück, hauptsächlich wegen der um sechs Prozent geringeren öffentlichen Bautätigkeit. Im Wohnungsbau schrumpften die Investitionen im Berichtsjahr um rund drei Prozent.

Im Tiefbau sanken die Investitionen inklusive der öffentlichen Unterhaltsarbeiten 1999 um 5,6 Prozent oder 460 Mio. Franken auf 7,804 Mrd. Franken. Zurückzuführen ist das Minus laut BFS in erster Linie auf die Gemeinden. Diese hätten angesichts des zu Ende gehenden Investitionsprogramms zur Wiederankurbelung der Schweiz Wirtschaft elf Prozent weniger investiert.

Aufschwung im laufenden Jahr

Die Talsohle sei jetzt aber erreicht beziehungsweise das Ende der Krise eingetroffen, teilte das BFS weiter mit. Bereits im laufenden Jahr sei mit einer Zunahme der Bauvorhaben um nominal rund zwei Prozent zu rechnen.

swissinfo und Agenturen

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