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Zwei Prozent mehr Einkommen für die Bauern

Der Milchpreis wird vorerst nicht gesenkt.

(Keystone)

Der Bundesrat hat das Einkommen der Bauern um zwei Prozent verbessert. Auf eine Erhöhung der Milchkontingente und Senkung der Milchpreise wird verzichtet. Zudem wird der Preis für die Futtermittel gesenkt.

Der Bundesrat verzichtet auf eine Erhöhung der Milchkontingente per 1. Mai und belässt den Zielpreis für Milch bei 77 Rp. je Kilo.

Die Reform der Agrarpolitik verläuft nach Feststellungen der Landesregierung zielkonform: Die Agrarmärkte seien im Gleichgewicht, was um so erfreulicher sei, als der Bund mit der neuen Agrarpolitik (AP 2002) nur noch subsidiär in das Marktgeschehen eingreife.

Einkommenserhöhung um 2 Prozent

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die ökologischen Leistungen besser abzugelten, hat der Bundesrat 16 Verordnungen angepasst. Mit diesen Beschlüssen nutzte er den finanziellen Handlungsspielraum von 200 Mio. Franken bei den Direktzahlungen. Das Einkommen der Bauern erhöht sich dadurch um durchschnittlich gut 2 Prozent.

Nach Rücksprache mit den landwirtschaftlichen Organisationen verzichtet der Bundesrat darauf, die Milchkontingente per 1. Mai 2001 zu erhöhen. Der Bundesrat beschloss zudem, den Zielpreis unverändert bei 77 Rp. je kg Milch zu belassen. Der effektive Produzentenpreis - derzeit bei 78 bis 79 Rp. - ergibt sich aus den Verhandlungen zwischen den Marktpartnern.

Höhere Biobeiträge - Futtermittelpreissenkung

Ferner wurden die Bio-Beiträge für Spezial- und Ackerkulturen um 200 Fr./ha (auf 1200 Fr. resp. 800 Fr.) und für die übrige landwirtschaftliche Nutzfläche um 100 Fr./ha (auf 200 Fr.) erhöht.

Die Wettbewerbsfähigkeit des tierischen Sektors, namentlich der Fleisch- und Eierproduktion, wird mit einer Senkung der Schwellenpreise für Futtermittel per 1. Juli 2001 um 5 Fr. je 100 kg gestärkt.

Bei den Beiträgen für die Haltung Raufutter verzehrender Nutztiere wird der Abzug für vermarktete Milch um 200 auf 4200 kg je Raufutter-Grossvieheinheit erhöht, was die Grünlandnutzung stärkt.

Zusatzbeitrag für Landschaftspflege

Zur Abgeltung jenes Teils der gemeinwirtschaftlichen Leistungen im Ackerbau (etwa Landschaftspflge), welcher nicht mehr über den Preis entschädigt werden kann, wird ein Zusatzbeitrag von 400 Fr. je Hektare eingeführt. Damit erfolgt ein weiterer Schritt zur Trennung von Preis- und Einkommenspolitik.

Plangemäss wird im Rahmen der Vereinheitlichung der Getridemarktordnung der Anbaubeitrag für Futtergetreide von 400 Fr./ha per 1. Januar aufgehoben.

Bauernverband und Milchproduzenten zufrieden

Bauernverband und Milchproduzenten sind zufrieden mit den Beschlüssen des Bundesrates.Mit der Beibehaltung des Zielpreises von 77 Rappen pro Kilo Milch sei die wichtigste Forderung erfüllt, schreiben die Schweizer Milchproduzenten (SMP). "Etwas anderes wäre nicht akzeptiert worden." Positiv wertet der SMP auch den Verzicht auf die Kontingentserhöhung.

Eine solche wäre heute eindeutig verfrüht, obwohl die Nachfrage nach Milch derzeit gross sei. Befriedigt über die Beschlüsse zu Zielpreis und Kontingenten ist auch auch der Schweizerische Bauernverband (SBV), wie Sprecher Urs Schneider auf Anfragesagte. Die Verantwortung liege nun bei der Branche.

swissinfo und Agenturen


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