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20 Jahre nach dem Genozid Ruandas langer Weg zum Frieden

Dörfer ohne Wasser und Strom, Gedenktafeln mit den Namen der Opfer und traumatisierte Gesichter: Die Fotos der Schweizer Fotografin Pia Zanetti zeigen Menschen: Täter, Überlebende und ihre Kinder, im ländlichen Ruanda, die 20 Jahre nach dem Völkermord friedlich zusammenleben, obschon längst nicht alle Wunden verheilt sind.

Der Abschuss des Flugzeuges des ruandischen Präsidenten Juvenal Habyarimana am 6. April 1994 war der Auslöser für einen der grausamsten Völkermorde der Geschichte. Die ethnische Mehrheit der Hutus machte die Tutsis für den Anschlag verantwortlich. In den folgenden 100 Tagen ermordeten Hutu-Extremisten zwischen 800'000 und einer Million Tutsi. Die Welt schaute zu.

Seit 20 Jahren gilt Ruanda als friedlicher, moderner und gut organisierter afrikanischer Vorzeige-Staat. Die Korruption ist mehr oder weniger ausgerottet. Die Wachstumsquote beträgt bis zu 8% jährlich. Das Gesundheitssystem gilt – für afrikanische Verhältnisse – als vorbildlich. Die Schulen sind gratis. Das nationale Parlament hat den weltweit höchsten Frauenanteil. Die Hauptstadt Kigali ist herausgeputzt, die Hauptverkehrsachsen sind betoniert.

In den Dörfern, auf dem Land fehlt es jedoch nach wie vor an elementaren Infrastrukturen. Die Opposition beschwert sich über Unterdrückung und Wahlmanipulationen. Regelmässig verschwinden Oppositionelle. Die Medien und das Interner werden kontrolliert und zensuriert.

Caritas Schweiz fördert im ländlichen Sektor Mutete und in andern Regionen die Versöhnung unter den Dorfbewohnern. Pia Zanetti hat sie fotografiert.

Alle BIlder: Pia Zanetti / Caritas Text: Andreas Keiser

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