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Standpunkt Ja zum modernen Waffenrecht, für "mehr Sicherheit und Wohlstand"

Die Einschränkungen bei der Umsetzung der europäischen Waffenrichtlinie in Schweizer Recht seien "angemessen", sagt Pascal Vuichard, der die Gesetzesrevision unterstützt. Der Präsident des Komitees "Offiziere für Schengen" warnt vor der Gefahr, dass die Schweiz im Fall einer Ablehnung bei der Volksabstimmung am 19. Mai von den Abkommen von Schengen und Dublin ausgeschlossen wird.

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Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz ist eng verbunden mit unserer Mitgliedschaft bei Schengen/Dublin. Nur schon der Zugang zur Schengen-Kriminalstraftäter-Datenbank ist für unsere Polizei und unser Grenzwachkorps Gold wert, um Verbrecher dingfest zu machen. Lehnen wir die überarbeitete Waffenrichtlinieexterner Link ab, riskieren wir die Mitgliedschaft der Schweiz bei Schengen/Dublin.

Standpunkt

swissinfo.ch öffnet seine Spalten für ausgewählte Gastbeiträge. Wir werden regelmässig Texte von Experten, Entscheidungsträgern und Beobachtern publizieren. Ziel ist es, eigenständige Standpunkte zu Schweizer Themen oder zu Themen, welche die Schweiz interessieren, zu publizieren und so zu einer lebendigen Debatte beizutragen.

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Die Folgen einer plötzlichen Schengen-Kündigung sind alles andere als wünschenswert: Zum Beispiel würden an den Grenzübergängen wieder jede Person, und jedes Fahrzeug systematisch kontrolliert, und die Schweizer Polizeikorps hätten keinen Zugriff mehr auf das Schengener Informationssystem (SIS), in dem Personen europaweit zur Fahndung ausgeschrieben werden.

"Eine Schweizer Lösung"

Zudem: Das Resultat der überarbeiteten Waffenrichtlinie kann sich zeigen lassen. Bei der 2013 gestarteten Überarbeitung der Waffenrichtlinie der Schengen-Staaten schafften es Bundesrat und Parlament, eine Schweizer Lösung durchzusetzen.

Die Richtlinie respektiert die Eigenheiten und Traditionen unseres Schützenwesens, dank dem "Swiss Finish" sind Sturmgewehre unserer Soldaten nicht betroffen, und private Schützen können ihren Sport weiter frei ausüben und Waffen kaufen oder verkaufen. Jägerinnen und Jäger sind gar nicht betroffen.

Pascal Vuichard ist Forscher und Doktorand am Institut für Ökonomie und Ökologie der Universität St. Gallen. Er  verfügt über einen Master-Abschluss in Betriebs- und Finanzverwaltung und einen Postgraduierten-Abschluss in Internationaler Unternehmensführung. Der 30-Jährige ist Vizepräsident der Grünliberalen Partei der Schweiz (GLP), sitzt im Gemeinderat von Glarus Nord und ist Landrat des Kantons Glarus. Der Leutnant der Schweizer Armee ist Präsident des Komitees "Offiziere für Schengen", das sich für die Revision des Waffengesetzes einsetzt, die am 19. Mai 2019 an die Urnen kommt.

(@PascalVuichard)

Das revidierte Waffengesetz zeigt: Wenn die Schweiz in Brüssel mitreden darf, kann sie einiges erreichen. Die kleinen Einschränkungen der Waffenrichtlinie sind vernünftig. Neu ist bei der Zulassung halbautomatischer Waffen mit grossen Magazinen eine Registrierung notwendig, beispielsweise bei zu Halbautomaten umgebauten Maschinenpistolen. Soll deshalb die Sicherheit unserer Bevölkerung aufs Spiel gesetzt werden? Ich finde Nein.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Schengen heisst aber nicht nur Sicherheit, sondern auch Wohlstand. Der Wegfall von Schengen hätte beispielsweise für den Export und den Tourismus gravierende Folgen. Wir sind es gewohnt, ohne den Pass zeigen zu müssen in Europa herumreisen zu können.

Die Schweiz verzeichnet heute täglich Grenzübertritte von mehr als 2'100’000 Personen. Ohne Schengen fällt die systematische Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn weg, was zu deutlichen Erschwernissen an der Grenze führt.

Ein Fiasko für unsere Exportwirtschaft, unsere Arbeitsplätze, aber auch für das Zusammenleben mit unseren Nachbarn! Wir empfangen heute selbstverständlich Touristen aus allen Herren Länder, die dank dem Schengen-Visum unkompliziert unsere schöne Schweiz besuchen können. Ohne sie wird es für Hoteliers und das lokale Gewerbe noch schwieriger als heute schon.

Auswirkungen auf das Asylrecht

Schliesslich können wir heute dank Schengen auch Asylsuchende zurückschicken, die schon in einem anderen Schengen/Dublin-Land einen Asylantrag gestellt haben. Auch das wäre nicht mehr möglich.

Diese Aufzählung zeigt: Die Vorteile von Schengen sprechen für sich. Wir alle geniessen und profitieren heute von der hohen Sicherheit und dem Wohlstand in unserem Land, und das wollen wir auch weiterhin tun. Ein Ja zur neuen und modernen Waffenrichtlinie ist das einzig Vernünftige.

Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten sind ausschliesslich jene des Autors und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Die Zwischentitel wurden von swissinfo.ch gesetzt.

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Standpunkt "Nein zur Revision des Waffenrechts, weil es die Schweizer entwaffnet"

Laut Luca Filippini verfehlt die Angleichung der Schweizerischen Gesetzgebung an die EU-Waffenrichtlinie das Ziel der Terrorbekämpfung.


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