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Tourismus 2.0 Die Schweizer Landschaft ist ihr Kapital: Martina Bisaz ist auf Instagram ein Star

(Martina Bisaz, Instagram: @kitkat_ch)

Vor kurzem wagte die Bündnerin Martina Bisaz den Sprung in die berufliche Selbstständigkeit. Ihr Kapital: Qualitativ hochstehende Fotos der Schweizer Alpen - und mehr als 200'000 Follower auf Instagram. Eine Annäherung an die Frau mit dem erfolgreichen Instagram-Account @kitkat_chexterner Link und ein Einblick in ihre Bilderwelt.

Neben Julia Graf (Youtube/Make-Up)externer Link, Benoit (Youtube/Games)externer Link und Bendrit Bajra (Facebook)externer Link zählt Martina Bisaz (Instagram)externer Link zu den wenigen Schweizer Social Media Stars, die dank ihrer Community ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Sie profitiert davon, dass durch die Digitalisierung auch die Tourismus-Industrie neue Wege finden muss, um ihre Kunden zu erreichen.

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Früher hatten Massenmedien einen exklusiven Zugang zu einem breiteren Publikum. Mit Beharrlichkeit, Kreativität, einem überdurchschnittlichen Engagement und etwas Glück kann auf Social Media jedoch fast jede oder jeder eine grössere Community aufbauen. Oft sind solche Power-User auch dadurch interessant, weil sie einen Einblick in ihr Privatleben gewähren und persönlich interagieren.

Einbinden von Opinion Leader in die Kommunikation nennt sich Influencer Marketingexterner Link. Vor kurzem landete die Region Luzern, respektive das Hotel Villa Honegg hoch über dem Vierwaldstättersee, diesbezüglich einen grossen Coup. Das Instagram-Video einer brasilianischen Reisebloggerin ging weltweit viral.

Und auch Martina Bisaz hat es geschafft, als Influencer eine spannende Multiplikatorin für Produkte und Brands zu werden. Teil ihres Erfolgsrezeptes sind aber nicht nur ihre beeindruckenden Landschaftsbilder, sondern auch zwei Oldtimer. Dann und wann stellt sie diese als Stilmittel ins Bild. Der eine ist ein schwarzer Fiat Cinquecento, der andere ein oranger VW-Bus.

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Als Start in die berufliche Selbstständigkeit plante Martina Bisaz eine Weltreise. Sie hat uns von unterwegs ein paar Fragen beantwortet.

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swissinfo.ch: Wieso unternehmen Sie als ersten Schritt in die Selbstständigkeit eine Weltreise?

Martina Bisaz: Es ist der erste grosse Auftrag, den ich kriegte.

swissinfo.ch: Kostet Sie die Reise etwas?

M.B.: Nein, ich wurde von Star Alliance eingeladen.

swissinfo.ch: Wenn wir die bisherigen Bilder Ihrer Weltreise anschauen, dann gibt es oft am meisten Likes, wenn die Landschaft der Schweiz ähnlich sieht. Ärgert Sie dieser fixierte Blick Ihrer Follower manchmal?

M.B.: Es ist so, dass mir die meisten wegen den Schweizer Bergbildern folgen und mich so kennenlernen. Aber ärgern tut es mich trotzdem ein Bisschen, dass es so ist. Ein anderer Grund für weniger Likes kann auch noch sein, dass ich wegen der verschiedenen Zeitzonen und teils umständlichen Internetzugangs nicht zu meiner gewohnten Zeit posten kann.

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swissinfo.ch: Sie sind aktuell auf einer Weltreise. Wie nehmen Sie die Schweiz aus der Ferne wahr?

M.B.: Ich nehme sie ehrlich gesagt gar nicht wahr, denn dafür bleibt mir schlicht keine Zeit. Die wenigen Momente, in denen ich Zugriff aufs Internet habe, benutze ich für Instagram, um E-Mails zu beantworten, mich mit Freunden auszutauschen und jeweils meine nächste Destination zu planen und zu organisieren. 

swissinfo.ch: Welche Landschaften ausserhalb der Schweiz faszinieren Sie?

M.B.: Ach, da gibt es ein paar. Am meisten begeistern mich Wüstenlandschaften, Canyons oder auch tropische Regenwälder. Halt all das, was wir in der Schweiz nicht haben :)

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swissinfo.ch: Welche Schweizer Tourismus-Organisationen engagieren sich Ihres Erachtens vorbildlich auf Social Media?

M.B.: Da fehlt mir etwas die Übersicht. Deshalb kann ich nur für die sprechen, die ich kenne. Graubünden Tourismus macht das ganz gut - und vor allem Engadin-St. Moritz legt sich mit Instagram ins Zeug. 

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swissinfo.ch: Sie sind wissenschaftliche Illustratorin. Gibt es zwischen dem wissenschaftlichen Zeichnen und dem Fotografieren Gemeinsamkeiten?

M.B.: Es fällt mir schwer, das selber zu beantworten. Aber ich denke schon, dass es gewisse Gemeinsamkeiten gibt. Beim Fotografieren wie beim Zeichnen bin ich nur dann zufrieden, wenn es so wird, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Komposition des Bildes spielt in beiden Bereichen eine grosse Rolle - und auch die Präzision.

Tourismus-Expertin Vanessa Bayexterner Link zum Einfluss von Social Media

"Neben Tripadvisor und Facebook ist Instagram die wichtigste Plattform für das Bewerben von Reisedestinationen, Hotels und Reiseanbietern."

"Social Media und so genanntes Influencer Marketing wird immer wichtiger und ergänzt sukzessive klassische Werbeformen wie Prospekte und Inserate."

"Die Devise lautet aktuell: Die Zielgruppe bestimmt, welche Kanäle und Plattformen für Werbung benutzt werden."

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swissinfo.ch: Sie tauschen sich immer wieder mit Instagrammern aus aller Welt aus. Was wird im Zusammenhang mit der Schweiz am meisten erwähnt?

M.B.: Dank Instagram habe ich schon viele Menschen kennengelernt. Mit einigen tausche ich mich regelmässig aus. Die Reaktionen bezüglich Schweiz sind unterschiedlich. Natürlich sehen viele die Schweiz als wunderschöne Landschaft - vor allem die Alpen. Und alles sei so perfekt geregelt und organisiert; vom öffentlichen Verkehr über Gesetze bis hin zur Demokratie. Die Schweiz sei aber auch sehr teuer. Auch dass wir mehrere Sprachen sprechen in unserem kleinen Land, fasziniert viele. Gelegentlich muss ich mir aber auch Bemerkungen über aktuelle Abstimmungen einer gewissen rechten Partei anhören. So extreme Abstimmungen und deren ziemlich rechtslastigen Resultate sind in aller Weltmunde.

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swissinfo.ch: Wenn Sie ausländischen Gästen nur einen einzigen Tipp für ein Ausflugsziel geben dürften, was sollten sie von der Schweiz unbedingt gesehen haben?

M.B.: Das ist gar nicht so einfach, denn ich selber habe erst einen kleinen Teil der Schweiz gesehen. Jeder Ort oder Kanton hat seine Schönheiten. Aber eins ist klar: Was man auf keinen Fall verpassen darf, sind die Alpen. Ganz egal, ob das jetzt die Bündner, Berner oder Walliser Berge sind. Ich finde die sind alle wunderschön, und man darf sie auf keinen Fall verpassen.

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swissinfo.ch: Wenn jemand Ihre Bilder nicht sehen könnte, wie würden Sie sie in wenigen Sätzen beschreiben?

M.B.: Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich würde mal sagen, dass meine Fotos oft farbenfroh sind, mit viel Natur im Bild, aber auch oft mit einem verspielten oder persönlichen Touch. Meine Bilder sind selten komplex und chaotisch. Ich mag es lieber simpel.

Martina Bisaz (35) ist in Zizers, Kanton Graubünden, aufgewachsen. Für das Studium zur wissenschaftlichen Illustratorin an der Hochschule der Künste zog sie nach Zürich. Nach dem Studium arbeitete sie bis vor kurzem als wissenschaftliche Zeichnerin bei der Zürcher Kantonsarchäologie. Parallel zu ihrer beruflichen Anstellung eröffnete Martina Bisaz als begeisterte Fotografin vor rund fünf Jahren einen Account bei Instagram. Ihre Bilder waren in kürzester Zeit so beliebt, dass Instagram sie in dessen Firmen-Blog vorstellte. Seither wuchs die Zahl ihrer Follower auf über 200'000. Obwohl sie seit 14 Jahren im Kanton Zürich lebt, hält sie sich sehr oft in den Bündner Alpen auf. Meistens besucht sie ihre Eltern im kleinen Dorf Latsch (letztes Bild im Artikel).
Mehr über Martina Bisaz erfahren Sie auf ihrer Webseiteexterner Link.

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(swissinfo.ch)

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