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Umwelt auf Platz 1 der Schweizer Sorgen-Hitparade

Schweizerinnen und Schweizer machen sich grössere Sorgen um die Umwelt als um ihren Arbeitsplatz, wegen der Gesundheitskosten oder Jugendgewalt, zeigt eine Umfrage.

Die Sorge über die Klimaerwärmung ist besonders bei der Elite ausgeprägt. Diese befürwortet die Atomenergie, im Gegensatz zur Bevölkerungs-Mehrheit.

Zu ihrer grössten Sorge befragt, gaben 38% den ökologischen Zustand des Planeten Erde an. Für 24% ist es die Angst vor Arbeitslosigkeit, für 22% "Unsicherheit und Jugendgewalt" und 15% beunruhigen die Gesundheitskosten.

Dies zeigt eine Umfrage, welche das Westschweizer Magazin L'Hebdo am Donnerstag vorstellte. Das Institut MIS Trend befragte dazu 1200 Schweizerinnen und Schweizer, welcher der vier Problembereiche sie am meisten beunruhige.

Noch besorgter um die Umwelt waren 400 befragte Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft: 55% der Leader nannten den Zustand der Erde als grösstes Problem.

Umdenken in Bevölkerung?

Die Resultate stehen im Gegensatz zu diversen Sorgenbarometern der letzten Jahre. Dort standen Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitssorgen meist vor der Angst um die Umwelt. MIS-Bereichsleiter Christoph Müller begründet dies vor allem mit der aktuellen Klimadebatte.

Die Bevölkerung sei in den letzten Monaten durch häufige Klimaberichte auf das Thema sensibilisiert worden. Keinen Einfluss habe die Tatsache, dass die Frage Teil einer Detailbefragung zur Einstellung zu Klima- und Energiefragen war. Die Frage zu den Ängsten sei als erste gestellt worden, sagte Müller.

Strenge Vorschriften

Um das Klima zu schützen, verlangen 58% der Befragten vom Bundesrat, strenge Vorschriften zu erlassen. Ein Drittel würde sogar Gesetze befürworten, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz einschränken.

Allerdings sind zwei Drittel der Befragten guten Mutes, dass es gelingen wird, den Energieverbrauch zu halbieren, ohne den Lebensstandard verringern zu müssen. Und rund 60% würden eine Verdoppelung der Benzinpreise nicht hinnehmen - selbst wenn diese wie bei einer CO2-Abgabe vorgesehen rückerstattet würden.

Atomfrage offen

Gespalten ist die Bevölkerung in der Atomfrage. 56% sind gemäss der Umfrage gegen den Bau von neuen Atomkraftwerken. Rund die Hälfte ist aber dafür, dass alte, auslaufende Atomkraftwerke ersetzt werden können.

swissinfo und Agenturen

Dicke Schlitten

Die grösste Sorge von Herr und Frau Schweizer gilt der Umwelt. Dennoch kaufen sie immer schwerere und stärkere Autos mit hohem Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoss. Dieses Treibhaus-Gas ist auch für die Klimaerwärmung verantwortlich.

Das durchschnittliche Gewicht der im Jahr 2006 importierten Autos ist um 13 Kilogramm auf 1,5 Tonnen angestiegen.

Gemäss Bundesamt für Energie sank der Durchschnittsverbrauch der Autos auf Schweizer Strassen um 0,65 auf 7,62 Liter.

Das vereinbarte Ziel von 6,9 Litern wurde damit verfehlt.

Die Regierung verschob die Einführung des Partikelfilter-Obligatoriums für Dieselmotoren um zwei Jahre auf 2009.



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