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Verhaftungen bei Camenisch-Demonstration

Eine unbewilligte Solidaritäts-Kundgebung für den wegen Mordes angeklagten Marco Camenisch am Samstag in Zürich hat mit einer Verhaftungsaktion geendet.

Die Polizei kesselte fast 100 Perrsonen ein und nahm alle fest.

Beim Schifflände-Platz am Limmatquai hatten sich nach 14 Uhr 80 bis 100 Autonome versammelt, die teilweise dem so genannten Schwarzen Block angehören sollen. Über ein Drittel der Personen war aus Italien angereist. Dort sass Camenisch wegen Sprengstoffdelikten mehrere Jahre im Gefängnis.

Auf Transparenten und in Sprechchören verlangten die Jugendlichen Freiheit für den Bündner "Öko-Terroristen" Camenisch. Dieser muss sich ab Montag vor dem Zürcher Geschworenengericht verantworten. Vorgeworfen werden ihm Mord und versuchter Mord.

Lautstark mit Knallkörpern

Die teils vermummten Autonomen, die Knallkörper abfeuerten, zogen - von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet - entlang des Limmatquais und durch das Niederdorf zum Obergericht. Dort wurden sie beim Kunsthaus von der Polizei eingekesselt. Insgesamt wurden 98 Personen - 66 Frauen und 32 Männder - festgenommen, wie die Zürcher Stadtpolizei mitteilte.

Unter den Verhafteten war auch die Zürcher Politaktivistin Andrea Stauffacher, die in das Restaurant beim Kunsthaus geflüchtet war. Stauffacher fungiert auch als Sprecherin des Verteidigers von Camenisch, Rechtsanwalt Bernard Rambert.

Vor der Verhaftungsaktion hatten die Jugendlichen laut Polizeiangaben Steine und Flaschen geworfen und versucht, ins Kunsthaus zu gelangen. Die Polizei feuerte beim Obergericht Gummischrot gegen die Demonstrierenden.

Symbol des Widerstands

Camenisch, der in den 80er-Jahren als militanter AKW-Gegner Sprengstoffanschläge auf Elektrizitäts-Anlagen beging, gilt seither bei Linksautonomen als Symbol des Widerstands. Er machte im Gefängnis mehrmals durch Hungerstreiks auf sich aufmerksam.

swissinfo und Agenturen

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