WEF 2017 und die Anwohner Elisabeth Mani-Heldstab

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Das WEF beschert einigen Davosern spezielle Erlebnisse. Elisabeth Mani-Heldstab wohnt neben dem Heliport, wo alle wichtigen WEF-Teilnehmer landen. Darum benötigt sie eine Spezialbewilligung, um zur eigenen Wohnung fahren zu dürfen. (Kristian Kapp, swissinfo.ch)

Seit 1981 wohnt Elisabeth Mani-Heldstab in der Stilli, also jener Region in Davos, wo seit über zehn Jahren während des WEF der Helipoort steht. Staatschefs, Minister, VIP – alle, die auf dem Luftweg nach Davos kommen, landen direkt neben ihrem Haus. Dieses steht deshalb auf einer Sicherheitszone, die von Privaten nicht betreten werden darf.

Aus diesem Grund benötigt Mani-Heldstab während des WEF einen Spezialbadge, um zu ihrer eigenen Wohnung fahren oder dieses wieder verlassen zu dürfen. Bei besonderen VIP-Flügen kann es sogar vorkommen, dass sie eine Stunde lang ihr Haus nicht mehr verlassen kann. "Ich empfinde das Ganze dennoch nicht als Schikane", sagt Mani-Heldstab. "Die Leute vom Heliport sind sehr freundlich, die Station ist 24 Stunden bedient, man kann also normalerweise kommen und gehen, wann man will."

Während des WEF darf Mani-Heldstab und ihre Familie keine Gäste empfangen, ausser sie hat diese bereits im Vorfeld angemeldet. "Wenn du weisst, was das WEF für Davos bedeutet, nimmst du das gerne in Kauf", sagt sie. Nur eines sei hin und wieder störend: "Wenn Helikopter direkt über die Häuser fliegen. Aber weil wir unsere Wünsche bei den Verantwortlichen des Heliports anbringen können, machen die Piloten in den meisten Fällen einen Bogen um die Häuser."