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"Geist von Winterthur" soll Arbeit der WHO prägen

WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland erklärt in Winterthur, dass die WHO gegen armutsbedingte Krankheit ankämpfen muss. Keystone

Die Konferenz der Weltgesundheits-Organisation (WHO) in der Schweizer Stadt Winterthur ist am Freitag (06.10.) beendet worden. Versucht wurde, gegen durch Armut bedingte Krankheiten anzugehen. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kritisiert die WHO.

Dieser Inhalt wurde am 06. Oktober 2000 - 16:39 publiziert

Die WHO-Konferenz in Winterthur war der Auftakt zur Umsetzung eines 10-Jahre-Programms mit verbindlichen Zielen, welches der G8-Gipfel im vergangenen Juli beschlossen hatte. Priorität hat der Kampf gegen Malaria, Tuberkulose und Aids. Bis im Jahr 2010 sollen die Fälle von Malaria und Tuberkulose um 50 Prozent sowie von HIV- Neuinfektionen um 25 Prozent reduziert werden.

Armut macht krank

Zum Konferenzauftakt am Dienstag sprach WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland. Sie erklärte, es gehe in Winterthur vor allem um die Frage, wie eine weltweite Bewegung gegen armutsbedingte Krankheiten ausgelöst werden kann. Die WHO werde eine wichtige Rolle als Vermittlerin spielen, indem sie Leute und Organisationen zusammenbringe.

Laut dem Schweizer Konferenzteilnehmer Otto Brändli, Lungenarzt und Tuberkulose-Spezialist sowie Präsident der Zürcher Lungenliga, kann man sich in reichen Ländern kaum Vorstellungen machen, welch grossen wirtschaftlichen Schaden Krankheiten verursachen können. Umso wichtiger sei deshalb der Kampf gegen Infektionskrankheiten in der dritten Welt. Denn es sei bewiesen, dass zwischen Armut und Krankheit ein Zusammenhang bestehe.

Auch Kritik

"Der Geist von Winterthur wird unsere Arbeit prägen", wird David Nabarro, Executive Director der WHO, zitiert. Die Stadt Winterthur habe es geschafft, in kurzer Zeit ein eindrückliches Umfeld für das anlaufende Massive-Effort-Programm zu bieten.

Die angelaufene WHO-Kampagne ist auch auf Kritik gestossen. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen liess am Mittwoch in Genf verlauten, dass es nicht ausreiche, den Einsatz von Moskitonetzen und Kondomen zu propagieren. Die WHO müsse die armen Länder vielmehr im Kampf für billigere Medikamente unterstützen.

swissinfo und Agenturen

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