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"Querschläger" Henchoz out

Solange Köbi Kuhn Nationalcoach ist, wird Stephane Henchoz nicht mehr für die Schweiz spielen (können). Keystone

Fussball Naticoach Köbi Kuhn wird auf die Dienste des 50-fachen Internationalen Liverpool-Spielers Stéphane Henchoz verzichten. Henchoz spiele in der Planung der Zukunft keine Rolle mehr.

Dieser Inhalt wurde am 09. November 2001 - 09:10 publiziert

Köbi Kuhn gibt sich kategorisch: "Das Kapitel ist erledigt. Ich habe nichts mit ihm zu besprechen". Wenn ein Spieler glaube, Teamkollegen und Trainer in der Öffentlichkeit zu kritisieren, ohne mit ihnen zuvor das Gespräch gesucht zu haben, verstosse er gegen unsere Prinzipien.

"Henchoz' Vorgehen toleriere ich nicht", sagte Kuhn, "wenn er mit gewissen Entscheidungen nicht einverstanden ist, hätte er mich zur Rede stellen können. Kommunikation ist keine Einbahnstrasse. Seine Vorwürfe sind ohnehin haltlos. Um eine neue, gesunde und hungrige Nationalmannschaft aufzubauen, benötige ich keine Querschläger".

Henchoz: schwerwiegende Vorwürfe

Henchoz hatte Kuhn im Zürcher "Tagesanzeiger" vorgeworfen, "bereits zum zweiten Mal nicht die Wahrheit gesagt zu haben". Henchoz verneint, nach seiner überstürzten Abreise aus dem Trainingslager nach der Heimniederlage gegen Jugoslawien (1:2) je von Kuhn kontaktiert worden zu sein.

"Es ist richtig, dass wir nie miteinander gesprochen haben", bestätigt Kuhn. "Ich habe allerdings mehr als einmal, aber nicht Dutzende Male versucht, Henchoz auf seinem Handy zu erreichen. Vergeblich. Henchoz hat wohl keine Mailbox. Im übrigen frage ich mich, weshalb ich ihn unter allen Umständen kontaktieren muss. Er hat ja zusammen mit Chapuisat das Nationalteam verlassen und uns in einer schwierigen Situation im Stich gelassen. Ich habe niemanden weggeschickt."

Kuhn bestätigte, dass er trotz der für ihn weiterhin unverständlichen Abreise von Henchoz und Chapuisat den Versuch unternommen habe, den Kontakt mit beiden frustrierten Spielern wieder aufzunehmen. "Chapuisat habe ich erreicht. Wir vereinbarten ein persönliches Gespräch unter vier Augen. Es eilt nicht. Wir haben Zeit. Erst Anfang Februar 2002 ist der nächste Termin der Nationalmannschaft."

Trainingslager auf Zypern

Dann trifft sich Kuhns Auswahl zu einem einwöchigen Trainingslager auf Zypern mit zwei Länderspielen. Die Gegner werden Tschechien, Österreich oder Ungarn und Zypern sein.

Kuhn: "Es werden nicht alle Nationalmannschafts-Kandidaten dabei sein können. Auf einige im Ausland tätige Spieler, die im Meisterschafts-Betrieb stecken, werde ich verzichten müssen, obwohl der 12. und 13. Februar international geschützte Daten sind."

swissinfo Peter Wyrsch, sda

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