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1,5 mm grosse Weltneuheit

Der Lebensraum der neuentdeckten Schnecke: Sorgente Grotta del Mago auf dem Monte San Giorgio. unibas.ch

In Tessiner Quellen entdeckten Basler Forscher eine neue Zwergdeckelschneckenart.

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2003 - 16:47 publiziert

Es handelt sich um hochspezialisierte Lebewesen, deren Lebensraum es "zu erhalten gilt", so der Appell der Wissenschafter.

Diese Schnecken leben nur in frischem Quellwasser, einem durch Trinkwasserfassungen und Drainagen bedrohten Lebensraum. Die meisten solcher Schnecken habe eine sehr begrenzte Verbreitung; manche Arten kommen nur in einer einzigen Quelle vor.

Der Fund sei als "kleine Sensation"zu werten, urteilt die Universität Basel. Zwar habe man seit Mitte des 20. Jahrhunderts von Zwergdeckelschnecken im Tessin gewusst, sie aber erst jetzt mit neuen anatomischen und elektronenmikroskopischen Methoden die unbekannte Art identifiziert. Bisher habe man sie einer anderen Art zugeordnet.

Name nach Gesangsquartett

"Die überraschenden Ergebnisse zeigen eindrücklich, dass Neuentdeckungen von Arten nicht nur in tropischen Urwäldern oder in der Tiefsee möglich sind", macht die Uni Basel in ihrer Mitteilung auf den Artenreichtum hierzulande aufmerksam.

Die Entdecker haben ihren Fund "Graziana quadrifoglio" genannt - nach einem Basler Hobby-Vokalquartett des einen Forschers.

Nun wollen die Basler Forscher untersuchen, ob die neue Schneckenart auch anderswo im Sottoceneri oder im angrenzenden Norditalien vorkommt.

swissinfo und Agenturen

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