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27 Schweizer Nobelpreisträger

Kurt Wüthrich ist der siebte Schweizer Chemie-Nobelpreisträger und - bei grosszügiger Interpretation des Bürgerrechts - der 27. Schweizer, der einen Nobelpreis erhält.

Letztmals hatte 1996 ein Schweizer die Auszeichnung erhalten: Rolf Zinkernagel für Medizin.

Zu den 27 Laureaten zählten auch Doppelbürger, sowie eingebürgerte Ausländer, die teilweise in der Liste des Nobel-Komitees unter einer anderen Nationalität geführt werden. Drei Mal ausgezeichnet wurde ferner das IKRK als Organisation.

Chemie

Vor Wüthrich bekamen laut einer Liste des Wissenschaftsrates folgende Schweizer den Chemie-Nobelpreis (mit Jahr der Verleihung): Alfred Werner (1913), Paul Karrer (1937), Leopold Ruzicka (1939, CH seit 1917), Hermann Staudinger (1953, D/CH seit 1920), Vladimir Prelog, (1975, CH seit 1959), Richard Ernst (1991).

Medizin

Neun Schweizer erhielten den Medizin-Nobelpreis: Theodor Kocher (1909), Paul H. Müller (1948), Walter Rudolf Hess (1949), Taddeusz Reichstein (1950, CH seit 1915 ), Max Theiler (1951, CH/ZA/USA) Daniel Bovet (1957), Werner Arber (1978), Edmond H. Fischer (1992), Rolf M. Zinkernagel (1996).

Physik

Sechs Schweizer wurden mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet: Charles Edouard Guillaume (1920), Albert Einstein (1921, D/CH/USA) Wolfgang Pauli (1945, A/CH/USA), Felix Bloch (1952, CH/USA), Heinrich Rohrer (1986), Karl Alexander Müller (1987).

Literatur

Schweizer Literatur-Nobelpreisträger sind Carl Spitteler (1919) und Hermann Hesse (1946, D/CH seit 1924).

Frieden

Der Friedensnobelpreis schliesslich ging zweimal in die Schweiz, an den Rotkreuz-Gründer Henry Dunant (1901) sowie an Elie Ducommun und Charles-Gilbert Gobat vom damaligen Internationalen Büro für Frieden (1902).

Friedensnobelpreise an Organistionen

Der Friedensnobelpreis ist der einzige, der auch an Institutionen vergeben werden kann. Das in Bern beheimatete Internationale Büro für Frieden erhielt den Friedensnobelpreis im Jahre 1910.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) wurde gleich drei Mal ausgezeichnet, nämlich 1917, 1944 und 1963, damals zusammen mit der Liga der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften.

Von den in Genf beheimateten anderen internationalen Organisationen erhielt das Internationale Nansen-Büro für Flüchtlinge den Friedenspreis 1938, das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR 1954 und 1981, und die UNO-Arbeitsorganisation ILO 1969.

Ausländische Laureaten mit Schweizer Verbindung

Einige weitere Nobelpreis-Laureaten haben Schweizer Wurzeln oder verbrachten prägende Jahre in der Schweiz, so der erste Physik-Nobelpreisträger (1901) Wilhelm Konrad Röntgen, und der Preisträger 1943, Otto Stern, beide aus Deutschland, die an der ETH Zürich wirkten. Alexander Müllers Mit-Preisträger 1987, der Deutsche Georg Bednorz, arbeitete am IBM-Forschungsinstitut Rüschlikon ZH.

1992 erhielt der Franzose Georges Charpak, seit 1959 am CERN in Genf tätig und Ehrendoktor der Universität Genf, den Physik-Nobelpreis. Der Physik-Preisträger von 1933, der Brite Adrien Maurice Dirac, hatte einen Schweizer Vater.

Die Chemie-Nobelpreisträger von 1915 und 1918, die Deutschen Richard Willstätter und Fritz Haber, starben 1942 bzw. 1934 im Schweizer Exil. Peter Debye (NL, 1936) und Richard Kuhn (D, 1938) hatten an der ETH Zürich gearbeitet.

Der australische Medizin-Nobelpreisträger von 1963, John Eccles, lebt seit Jahren im Tessin. Der in Bulgarien geborene Elias Canetti, Literaturnobelpreis 1981, verbrachte mehrere Jahre in Zürich. Der Friedensnobelpreisträger von 2001, UNO-Generalsekretär Kofi Annan, ist Ehrenbürger von Genf.

swissinfo und Agenturen

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