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Türchen Nummer 4: Kanton Thurgau

Thurgauerin mit ungarischen Wurzeln: Zsuzsanna Gahse Keystone / Christian Beutler

Zsuzsanna Gahse, die Königin der Alliterationen in der deutschsprachigen Literaturwelt.

Dieser Inhalt wurde am 04. Dezember 2020 - 00:00 publiziert

Als Zsuzsanne Gahse im Alter von zehn Jahren aus Ungarn floh, hatte sie sich sicher nicht vorstellen können, dass sie als deutschsprachige Autorin Karriere machen würde. Es war 1956 und ihre Eltern verliessen das Land mitten in einer Volksrevolte gegen das ungarische kommunistische Regime. Sie flohen zuerst nach Wien und dann nach Kassel.

Nach dem Besuch des Gymnasiums ist Zsuzsanna GahseExterner Link nach Stuttgart gezogen, wo sie mit dem schreiben anfing. Sie verliebte sich in Worte, Sätze, den Rhythmus der Sprache. Unzählige Texte und Romane folgten, "im Zwischenraum zwischen Prosa und Poesie", wie sie selbst ihren Stil beschreibt.

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Zsuzsanna Gahse pflege Witz und Ironie mit einer keineswegs nur spielerischen Seite, steht in der Laudatio des Bundesamts für Kultur anlässlich der Verleihung des Schweizer Grand Prix LiteraturExterner Link 2019.

Gahses Stil wird umschrieben mit: "Die Beobachtung gesellschaftlicher Phänomene, der Sprachklang der Alliterationen, der Tempowechsel vom verschlungenen Satz zum einzelnen Wort." Von ihren 40 Romanen wurden nur wenige übersetzt, ein Zeugnis für die Komplexität ihrer Sprache.

Seit Anfang der 1990er-Jahre lebt Gahse in der Schweiz. Sie ist mit dem Schweizer Maler Christoph Rütimann verheiratet, mit dem sie seit 22 Jahren im thurgauischen Müllheim lebt.

Einen Einblick in die Arbeit und das tägliche Leben von Zsuzsanna Gahse erhalten in diesem Video:


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