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Antibiotika-Spuren in elf von 20 getesteten Eiern

Elf von 20 getesteten Frischeiern zeigen Antibiotika- Spuren. Dies weist ein vom Genfer Kantonslabor durchgeführter Test nach. Das Bundesamt für Veterinärwesen (Bvet) plant jetzt die Einrichtung eines Kontrollsystems.

Dieser Inhalt wurde am 19. April 2000 - 09:56 publiziert

Elf von 20 getesteten Frischeiern zeigen Antibiotika- Spuren. Dies weist ein vom Genfer Kantonslabor durchgeführter Test im Auftrag des Konsumentenmagazins "A bon Entendeur" des Westschweizer Fernsehens nach. Das Bundesamt für Veterinärwesen (Bvet) plant jetzt die Einrichtung eines Kontrollsystems.

Getestet wurden sowohl Eier aus Bodenhaltung, Freilufthaltung sowie Bio- und Importeier, wie das Konsumentenmagazin am Dienstagabend (18.04.) berichtete. In allen untersuchten Gruppen - also auch den Bio-Eiern- wurden Spuren von Antibiotika nachgewiesen. Die Antibiotika-Spuren liegen zwar unter dem Grenzwert, die zunehmende Antibiotika- Resistenz bei den Menschen sorgt dennoch für Beunruhigung.

Gemäss der Lebensmittel-Verordnung darf Hühnern nur im Krankheitsfall Antibiotika verabreicht werden. Wenn jedoch ein Huhn krank ist, erhalten alle Hühner Medikamente. Oft respektieren die Hühnerzüchter darauf die Frist für den Verkauf von Hühnerprodukten nicht, die nach Abgabe von Antibiotika eingehalten werden muss.

Die neue Verordnung, die den Antibiotika-Einsatz bei Hühnern nur im Krankheitsfall erlaubt, ist erst seit dem 1. Juli 1999 in Kraft. Das Bundesamt für Veterinärwesen (Bvet) plant jetzt die Einrichtung eines Kontrollsystems in den Kantonen, wie Bvet-Sprecher Hans Wyss auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda dazu sagte.

Die Antibiotika-Behandlung bei Tieren dürfe nicht verharmlost werden, doch sei dies nicht der Hauptgrund für die Antibiotika- Resistenz bei den Menschen, sagte Wyss.

swissinfo und Agenturen

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