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Arafat via Satellit

Viel Prominenz und etliche Gegner werden am Forum erwartet.

(A cette 13e édition, on a vu des personnalités et des contestataires.)

1200 Staats- und Regierungschefs, Minister und Wirtschaftsführer treffen sich bis Sonntag am 13. Forum von Crans-Montana, das am Donnerstag eröffnet wurde.

Das Forum begann unter Anwesenheit von Staatsmännern und Unternehmern aus 120 Staaten. Die Eröffnungsreden waren von Globalisierungsthemen und Friedensappellen für den Nahen Osten geprägt.

"Die Ereignisse des 11. Septembers haben uns zu Zeugen der Globalisierung von Terrorismus gemacht", sagte der bulgarische Premierminister Simeon Sakskoburggotski. Seither sei niemand mehr sicher, erklärte der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson.

Die Konfliktparteien im Nahen Osten rief Jackson zu Versöhnung auf. Er forderte "eine dritte Kraft", um dem Konflikt ein Ende zu bereiten. "Wir müssen uns gegen die Gewalt entscheiden", sagte Pfarrer Jackson.

Breites Themenspektrum

Rund 15 Plenarsitzungen und etwa 40 Workshops stehen bis am Sonntag auf dem Programm. Dabei haben die Anwesenden Gelegenheit, ein breites Spektrum an Themen zu diskutieren; von der EU-Osterweiterung über die Sicherheit der Region der Grossen Seen in Kongo bis hin zu der Stellung der Frau in der islamischen Gesellschaft.

Ein Höhepunkt der diesjährigen Ausgabe wird laut Forum-Direktor Jean-Paul Carteron der Auftritt von Jassir Arafat sein. Der Palästinenser-Präsident wird am Sonntag per Satellitenverbindung direkt aus Ramallah präsent sein. So kann er trotz seines Verbots für Auslandreisen am Forum teilhaben.

Deiss und Couchepin

Anwesend sein wird dagegen eine palästinensische Delegation unter Leitung des neuen Finanzministers Salam Fayad und des Ministers für internationale Zusammenarbeit Nabil Schaath. Dieser wird am Samstag an einer Diskussion unter Leitung von Bundesrat Joseph Deiss teilnehmen.

Auch Bundesrat Pascal Couchepin wird gleichentags zwei Sitzungen leiten. Eine unter dem Titel "Die soziale Verantwortung der Unternehmung", die andere über "Die Schweiz und die Wirtschaften der arabischen Welt".

Unter den Persönlichkeiten, die sich für das Forum angemeldet haben, befindet sich auch der afghanische Präsident Hamid Karsai. Ob er dann wirklich kommt, ist laut den Organisatoren noch nicht defintiv bestätigt. Eine Delegation aus Kabul mit Aussenminister Abdullah Abdullah sollte aber anwesend sein und am Freitag über den Wiederaufbau des Landes sprechen.

Auch die Aufarbeitung der Ereignisse um die Anschläge vom 11. September in den USA bietet in Crans Montana Anlass zu Diskussionen. So leitet der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson am Freitag eine Plenarsitzung unter dem Titel "Welche Welt nach dem 11. September?"

Antikapitalistische Töne und Fussball-WM

Dieses Jahr könnte Crans-Montana zum ersten Mal auch Ziel zahlreicher Globalisierungskritiker sein. Im Internet haben mehrere Organisationen aufgerufen, sich am Samstag vor der Kirche mit "Trommeln, Trompeten, Pfeifen und Stimmbändern" zu einem "antikapitalistischen Getöse" einzufinden.

Carteron glaubt aber nicht, dass sich Crans-Montana in dieser Beziehung zu einem zweiten Davos entwickeln wird. "Crans Montana ist ein globalisierungs-kritisches Forum." Ziel des Treffens sei es, die Globalisierung humaner zu gestalten. Der Protest sei nichtsdestotrotz ein "unantastbares Recht."

Der Gründer des Forums versicherte, dass er an den Kundgebungen teilnehmen werde, sofern diese in konstruktiv seien und sich die Demonstranten an die Gesetze halten würden. Carteron bedauert, dass die Akteure der "Anti-Forum-Crans-Montana-Koalition" anonym blieben; dies sei auf einen "Mangel an Mut" zurückzuführen.

Das Programm vom Sonntag wurde derweil zu Gunsten der Fussball-Fans modifiziert. So wird ab 13 Uhr der WM-Final direkt auf Grossleinwand aus Yokohama übertragen.

swissinfo und Agenturen


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