Armee holt früheren Swisscom-Chef zur Hilfe

Das Verteidigungsdepartement holt den früheren Swisscom-Chef Jens Alder zur Lösung der massiven Informatikprobleme zu Hilfe: Alder wird ab 2010 Leiter des Steuerungsausschusses der Task Force Informatik im VBS.

Dieser Inhalt wurde am 26. Oktober 2009 - 14:34 publiziert

Ziel der Task Force ist es, die Führbarkeit und die Leistungsfähigkeit der Informatik in den kommenden drei bis fünf Jahren zu verbessern, wie das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mitteilte.

Zudem klärt die Taskforce ab, welche Systeme überhaupt weiter betrieben werden sollen. Geleitet werden soll die Task Force vom 57-jährigen Major und Chemiker William Angst.

Der Steuerungsausschuss wird von Jens Alder geleitet, der sechs Jahre als Swisscom-Konzernchef arbeitete.

Es gebe Situationen, in denen der beste Mann gebraucht werde, sagte ein VBS-Sprecher gegenüber Radio DRS. Entscheidend sei, dass es jemand sei, der von aussen komme. Laut VBS-Mitteilung können die Task Force und ihr Steuerungsausschuss auf die enge Begleitung und persönliche Unterstützung des VBS-Vorstehers zählen.

Verteidigungsminister Ueli Maurer hatte gegenüber der Sonntagspresse kritisiert, dass in den letzten Jahren rund 500 verschiedene Computer-Programme eingekauft worden seien. Diese seien aber nicht kompatibel und könnten nicht miteinander kommunizieren.

Maurer gab dabei zu, dass schlicht zu viel gekauft worden sei. Als Beispiel nannte er das Führungssystem FIS des Heeres, das rund 700 Mio. Franken kostete, aber erst 2015 einsatzfähig ist.

swissinfo.ch und Agenturen

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