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Auftakt zur Schwinger- Saison

Mit Kranzfesten in Beckenried (NW), Münchenbuchsee (BE) und Tobel/Tägerschen (TG) wird am Sonntag (07.05.) die Schwingersaison 2000 lanciert. Zum Höhepunkt der Saison dürfte der Brünigschwinget am 30. Juli werden.

Dieser Inhalt wurde am 05. Mai 2000 - 12:58 publiziert

Auf dem Brünig wird sich Schwingerkönig Jörg Abderhalden den Koryphäen aus der Innerschweiz und dem Bernbiet stellen wird.

Hasler und Käser nicht mehr dabei

Eugen Hasler und Adrian Käser - zwei Schwinger-Grössen der letzten Jahre - sind in dieser Saison nicht mehr dabei: Hasler liess letzte Saison seine grossartige Karriere, der nur die Königskrone fehlte, mit dem 100. Kranzgewinn harmonisch ausklingen, während Käser erst in diesem Frühling wegen seines lädierten Nackens beschloss, den Rücktritt dem ständigen Risiko einer schwer wiegenden Verletzung vorzuziehen.

Zwei grosse Figuren sind abgetreten, andere nehmen ihre Stelle ein. Jörg Abderhalden regierte letzte Saison mit sechs Kranzfestsiegen und dem Gewinn des Unspunnenfests (wenngleich als Nutzniesser des gestellten Schlussgangs zwischen Silvio Rüfenacht und Christian Vogel) unglaublich souverän.

"Top-Favorit" Jörg Abderhalden

Mit seinen erst 21 Jahren ist der Toggenburger Abderhalden bereits heute als Topfavorit für das nächste eidgenössische Fest vom 24.-26. August 2001 in Nyon zu betrachten. Abderhalden beginnt seine Saison erst am 4. Juni am St. Galler Kantonalfest.

Die "Tournee" führt ihn zu drei Höhepunkten: auf den Brünig, ans eigene Teilverbandsfest nach Untervaz und ans Berner Kantonale nach Aeschi bei Spiez

Starke Nordost- und Innerschweizer

Der Nordostschweizer Verband dürfte mit Jörg Abderhalden, seinem Bruder Beat, dem 1995er-Schwingerkönig Thomas Sutter, Arnold Forrer, Andy Gees, Christian Vogel und anderen, meist technisch beschlagenen Schwingern auch heuer den Ton angeben.

Aber die Innerschweizer sind wohl so stark, dass sich die durch Haslers Rücktritt aufgerissene Lücke schliessen lässt. Kronzprinz Heinz Suter, schon siebenfacher Kranzfestsieger, ist erst 25-jährig und wird von anderen jungen Kräften sekundiert. Zu ihnen gehört der nur ein Jahr ältere Daniel Odermatt, der letzte Saison drei Kranzfeste und den Rigischwinget gewann, der gleichaltrige Brünigsieger Rolf Zimmermann und die vier Jahre jüngere neue Hoffnung Martin Grab.

Daneben komplettieren Daniel von Euw (29) und bewährte Schwinger wie Peter Suter, Daniel Hüsler und Damian Egli die Innerschweizer Armada, die über eine günstige Altersstruktur zu verfügen scheint.

Berner nur Aussenseiter

Ein anderes Bild geben die Berner ab. Noch ist nicht klar, wer nach Käsers Rücktritt die nach wie vor dominierenden älteren Semester Silvio Rüfenacht, Christian von Weissenfluh und Christian Oesch dereinst ablösen könnte. Junge Kräfte wie Andreas Krebs und Bernhard Wüthrich gewannen zwar 1999 ihre ersten Gauverbandsfeste, müssen aber erst noch beweisen, dass sie im Bernbiet wirklich für frischen Wind sorgen können.

Von Weissenfluh, wie Hasler einer der besten und attraktivsten Schwinger ohne Königstitel, macht kein Hehl daraus, dass er bald zurücktreten könnte - vielleicht schon unter der Saison. Zurzeit haben die Berner überdies mehr Verletzungssorgen als die übrigen Verbände.

Rüfenacht leidet an einer Schulterverletzung, Urs Matter an einer Bänderzerrung, und Samuel Feller fällt mit einem Meniskusschaden noch mehrere Wochen aus.

In der Nordwestschweiz dürften weiterhin Rolf Klarer und Matthäus Huber dominieren, in der Südwestschweiz Hanspeter Pellet. Der 22-jährige Nordwestschweizer Nachwuchsmann Thomas Zindel fällt nach einer Schulteroperation vermutlich die ganze Saison aus.

swissinfo und Agenturen

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