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Autosalon Genf mit mehr als 700'000 Eintritten

Dieses Jahr waren 80 Premieren zu bewundern. Im Bild: Der neue Bertone Concept Car.

(Keystone)

Am Sonntag Abend schloss der 77. Automobil-Salon in Genf seine Tore. Dieses Jahr sind laut den Organisatoren die Ziele übertroffen worden.

Die internationale Ausrichtung des Anlasses bestätigt sich, sowohl was die Aussteller als auch die Besucher betrifft, die aus mehr als hundert Ländern nach Genf kamen.

Nach einem Einbruch der Besucherzahlen im vergangenen Jahr ist der Internationale Automobilsalon 2007 wieder auf die Erfolgstrasse eingebogen.

Mit über 730'000 Besuchern registrierte die Genfer Autoschau das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte. 2006 war die Zahl der Salon-Besucher um 73'000 auf 674'000 eingebrochen.

Die Autobegeisterten waren aus über 100 Ländern an den Salon geströmt, wie eine Stichprobe mit 15'000 Befragten ergab. Der zur Messemitte ermittelte Ausländeranteil von 39% unterstreiche den internationalen Charakter des Salons, hiess es.

Ökologisierung

Mehr als 80 Welt- oder Europaneuheiten wurden vom 8. bis 18. März der Öffentlichkeit vorgestellt, so viele wie noch fast nie. Darunter fanden sich allein sechs absolut neue Personenwagen mit Elektro- oder Alternativantrieb.

Auch wenn weiterhin 95% aller in Genf ausgestellten Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren ausgestattet waren, ist gemäss Salonverantwortlichen die "Ökologisierung" der Schau nicht zu unterschätzen.

Neuautos verbrauchten immer weniger Treibstoff und die Konsumenten legten immer mehr Wert auf einen tiefen Verbrauch. Deshalb steige der Anteil der umweltfreundlicheren Modelle an den Neuwagenkäufen stetig an.

Viele veraltete Autos unterwegs

Dass Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoss in der Schweiz dennoch weiter steigen, erklärt die Branche damit, dass immer mehr Kilometer mit dem Auto zurückgelegt würden und immer mehr veraltete Autos auf Schweizer Strassen unterwegs seien.

Zurzeit zirkulierten etwa 1,3 Millionen Wagen, die älter als 10-jährig seien und im Schnitt mehr als 9 Liter Benzin pro 100 km verbrauchten.

In der Schweiz zog der Absatz von neuen Autos im vergangenen Jahr erstmals seit 2001 wieder leicht an. Er stieg um 3,9% auf rund 270'000 Wagen.

Chinesische Premiere

Das erste Mal in dessen langer Geschichte war am Autosalon auch ein chinesischer Hersteller vertreten. "Brilliance" aus Shenyang möchte mit seinem Modell BS6 den europäischen Markt erobern. Die Limousine soll in erster Linie in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich, Belgien und den Niederlanden Käufer finden.

Das Unternehmen HSO Motors Europe, für den Aufbau des europäischen "Brilliance"-Vertriebsnetzes verantwortlich, hat am Salon Optimismus verbreitet. Zweifel an Zuverlässigkeit und Prestige chinesischer Autos liess die Marke aus Shenyang nicht gelten.

Als Abnehmerland ist China 2006 nach den Vereinigten Staaten zum zweitgrössten Markt für Neuwagen geworden.

Auf der Anbieterseite figuriert China als weltweit drittgrösster Produzent. Im vergangenen Jahr sind in China 7,28 Mio. Fahrzeuge hergestellt worden, 27,3% mehr als 2005.

swissinfo und Agenturen

Fakten

An der 77. Ausgabe des Genfer Autosalons stellten bis am 18. März über 250 Aussteller ihre Produkte auf rund 77'000 Quadratmeter Fläche vor.
Erwartet wurden rund 700'000 Besucher. Es kamen aber 730'736.
Fast 40% davon waren aus dem Ausland, aus insgesamt 100 Ländern.
Es gab mehr als 80 Welt- und Europapremieren.
Der nächste Salon findet vom 6. bis zum 16. März 2008 statt.

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