Basel neuer alter Fussballmeister

Mittwochabend: Basel im Fussball-Freudentaumel. Keystone

Ein grosses Fest folgte der Erringung des 11. Meistertitels des FC Basel, drei Runden vor dem Meisterschaftsende.

Dieser Inhalt wurde am 12. Mai 2005 - 09:18 publiziert

Die Männer um Trainer Christian Gross hatten sich am Mittwochabend in einem Heimsieg gegen St. Gallen mit 3:1 durchgesetzt.

Tausende von Baslerinnen und Baslern haben am späten Mittwochabend in der Stadt den elften Meistertitel des FC Basel gefeiert. Die Mannschaft zeigte sich gegen 23.30 Uhr den Fans auf dem Barfüsserplatz.

Nach dem Spiel im St. Jakob-Stadion gegen den FC St. Gallen strömten die Fans in die Innerstadt. Mit Sprechchören, Gesängen und dem Abbrennen von Signallichtern und Feuerwerk feierten sie den Sieg ihrer Mannschaft.

Trainer Christian Gross traf mit seinen Mannen mit dem Bus auf dem Barfüsserplatz ein und zeigte sich den Fans auf dem Balkon des Stadtcasinos. Wie bereits Tradition, wurde jeder Spieler sowie die wichtigsten Klubverantwortlichen nacheinander namentlich bejubelt.

Nach Steigerung "Mass aller Dinge"

Wie im Vorjahr entschied der FCB die Meisterschaft damit frühzeitig, obwohl der FC Thun über sich hinauswuchs und mit zwischenzeitlichen sieben Siegen in Folge den Druck auf den Favoriten unerwartet erhöht hatte.

Die erfahrenen Basler meisterten die angespannte Situation professionell, steigerten sich und waren zuletzt wieder unbestritten das Mass aller Dinge in der Super League.

Nie Kontrolle verloren

"Die letzten Spiele waren allesamt Finals. Das habe ich der Mannschaft auch klar so gesagt", bestätigte Gross den grossen Druck der letzten Wochen. "Doch wir haben die Kontrolle über die Meisterschaft nie verloren."

Nach der 0:3-Niederlage in Thun in der 23. Runde gaben die Basler nur noch zwei Punkte ab (Remis beim FCZ und gegen YB), gewannen neun Mal und erzielten in dieser Zeit 33 Tore in 11 Spielen.

Üppige finanzielle Mittel

Das für schweizerische Verhältnisse riesige Budget von mehr als 30 Mio. Franken erlaubt Trainer Gross jeden Posten mit zwei hochklassigen Spielern zu besetzen.

So verfügt der FC Basel faktisch über zwei Teams - das ist weit mehr als seine Konkurrenten zur Verfügung haben. Leider hat das nicht ausgereicht, um auch auf der europäischen Szene zu glänzen: Basel wurde bereits bei der Qualifikation zur Champions League eliminiert und konnte auch im UEFA Cup nicht brillieren.

Trotzdem besteht kein Zweifel: Der FCB ist ein verdienter Meister. Die offizielle Meisterfeier findet erst am letzten Spieltag der Meisterschaft, am 28. Mai, statt.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die Meisterschaft 2004/2005 ist der 11. Titel für den FC Basel.

Die Basler Kicker dominierten schon letztes Jahr die Schweizer Fussball-Meisterschaft.

Dies vor allem dank Mäzenin Gigi Oeri, die Millionenbeträge in die erste Mannschaft buttert.

Der FC Basel ist mit Abstand der reichste Fussball-Klub der Schweiz.

Mit Christian Gross verfügt er aber auch über einen der besten Trainer des Landes.

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In Kürze

Der FC Basel hat sich seit der Einweihung seines Stadions, des St. Jakob Parks, im Dezember 2002 stets an der Spitze des Schweizer Fussballs bewegt.

Von den zehn gestarteten Teams beenden die Meisterschaft nur neun, nach dem Konkurs des FC Servette im Februar.

Auch der FC Xamax ist mit grossen finanziellen Problemen konfrontiert. Er muss einen Verlust von fast 2,5 Mio. Franken bewältigen.

Der FC Grasshopper Zürich ist finanziell auch nicht auf Rosen gebettet. Er hat sein Budget drastisch reduziert.

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