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Basel und der Albtraum Sion

Das waren noch Zeiten, als man Basel 8:1 schlug, denken Piffaretti, Duruz und Hottiger (v.l.n.r.)

(Keystone)

Leader Basel ist auf die Schlussgerade zum ersten Fussball-Meistertitel seit 22 Jahren eingebogen. Nur das Spiel in Sion weckt ungute Gefühle: Basel verlor 1:8.

Innert fünf Tagen kann der FCB in zwei Auswärtsspielen die Meisterschaft definitiv gewinnen. Mit einem Erfolg in Sitten und dann am Mittwoch bei YB in Bern ist der Titelkampf vorzeitig entschieden, wenn die Young Boys ihr Spiel im Neufeld gegen Lugano im Kampf um einen UEFA-Cup-Platz gewinnen.

Allerdings, den 4. Juli 2001 werden die Basler nicht so schnell vergessen. Der FCB wurde von den entfesselten Wallisern im Torrausch der zweiten Halbzeit 1:8 niedergekantert.

2:0 stand es zur Pause. Als Koumantarkis nach dem Wechsel auf 2:1 verkürzte kam auf Seiten der Basler Hoffnung auf. Diese knickte Julien Poueys innert sieben Minuten, in denen er gleich dreimal zuschlug. Der inzwischen zu Sedan gewechselte Franzose traf zwischen der 55. und der 62. Minute zum 3:1, 4:1 und 5:1. Dann war die Reihe an Ojong. Der Kameruner markierte innert sieben Minuten ebenfalls einen klassischen Hattrick und liess die Mienen der Basler Verantwortlichen immer länger und finsterer werden.

In den Tagen danach wurden Trainer Gross und einige seiner müden Mannen in Frage gestellt. Basels Präsident René C. Jäggi glättete die Wogen der Entrüstung und sah von Entlassungen ab.

Wie der FCZ vor 40 Jahren

Basel wäre nicht die erste Schweizer Mannschaft, die nach einer Startklatsche Meister würde. Am 26. August 1962, also vor 40 Jahren, bezog der FC Zürich mit dem heutigen Nationalcoach Köbi Kuhn sogar eine 1:9-Abfuhr in Lausanne und wurde im Frühsommer 1963 nach 26 Runden mit vier Punkten Vorsprung auf Lausanne dennoch Meister.

Welche Serie reisst bei YB - Lugano?

Das grosse direkte Kräftemessen um UEFA-Cup-Plätze steigt im Neufeld. Das heimstarke YB trifft auf Lugano (das theoretisch noch Meister werden könnte). Die Berner haben sämtliche vier Heimspiele der Finalrunde gewonnen und zuletzt gegen Servette am 25. November (0:1) verloren.

Ob sie das Cup-Out in Basel, das die 0:2-Niederlage in der Meisterschaft beim FCZ nach sich zog, verkraftet haben?

Die Tessiner sind der Finanzmisere zum Trotz sportlich äusserst erfolgreich. Nach verpasstem Start und dem frühzeitigen Ausscheiden im Cup hat Lugano aus den letzten sieben Spielen 19 Punkte gewonnen und seine Position für einen Platz im UEFA-Cup gefestigt. Torhüter Razzetti hat seit 366 Minuten kein Verlusttor eingefangen.

swissinfo und Agenturen

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