Navigation

Baubranche erholt sich weiter

In der Schweiz wird wieder rege gebaut. Keystone

Der Schweizer Baubranche geht es zusehends besser. Der Baumeisterverband spricht vom Beginn einer Wachstumsphase und auch die Zahlen des Bundesamtes für Statistik stimmen optimistisch.

Dieser Inhalt wurde am 30. Mai 2000 - 14:38 publiziert

Stein für Stein nimmt die schweizerischen Baubranche nach einer jahrelangen Krise wieder Formen an. Was die Konjunkturprognostiker vorausgesagt haben, wird nun mit den jüngsten Zahlen erneut untermauert.

Die Bautätigkeit im ersten Quartal 2000 liegt 14 Prozent über dem Vorjahr, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) zeigt. Der Arbeitsvorrat verbesserte sich ebenfalls. Insgesamt hat damit die Zahl der Beschäftigten um 0,9 Prozent auf 87'900 Bauleute zugenommen.

Positive Signale sendet auch das Bundesamt für Statistik für den Wohnbaumarkt. Zwischen Januar und März sind in der Schweiz 7'300 Wohnungen gebaut worden. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 7 Prozent.

Anfang einer Wachstumsphase

Die Baumeister sehen mit den neusten Zahlen die seit kurzem festzustellenden Erholungstendenzen bestätigt und sprechen vom Beginn einer Wachstumsphase. Der Arbeitsvorrat habe sich im ersten Quartal um 16,3 Prozent verbessert, hält der Schweizerische Baumeisterverband fest.

Schön zwar, aber so gebaut wie vor der Baukrise wird noch nicht. Der Arbeitsvorrat liege 17,2 Prozent tiefer als 1991. Doch das Niveau von 1991 sei auch nicht das Ziel, sagte SBV-Zentralpräsident Heinz Pletscher.

Der Arbeitsvorrat im privaten Bau verzeichnete eine Zunahme um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch vom Staat gibt es mehr Aufträge. Im öffentlichen Bau nahm der Auftragsvorrat um 26,7 Prozent zu.

Im Tiefbau mit einem Plus von 27,4 Prozent kommen vermehrt auch Grossprojekte zum Tragen. Die Verbesserung im Hochbau um 20,7 Prozent sei auf einen entsprechenden Nachholbedarf zurückzuführen.

Weiterhin rege Bautätigkeit

Die Bautätigkeit verbesserte sich im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr witterungsbedingt um 11,7 Prozent. Es bestünden aber grosse regionale Unterschiede, hielt Pletscher fest. Die Ballungszentren, vorab Zürich, seien Spitzenreiter. Randregionen dagegen hätten zu kämpfen.

Insgesamt erwartet Pletscher für das laufende Jahr eine Fortsetzung der positiven Tendenz, wobei sich die regionalen Unterschiede etwas ausgleichen werden. Auch bei den Beschäftigten geht Pletscher von einer leichten Zunahme aus, dies insbesondere
bei den Teilzeitarbeitern.

Unterstützung von der Politik

Eine weitere Verbesserung der Situation erhoffen sich die Baumeister auch von politischer Seite. Erneuerungs- und Unterhaltsinvestitionen sollen durchgehend von den Steuern abgezogen werden können, hielt der SBV am Dienstag fest.

Zwischen 10 bis 24 Mrd. Franken seien in den 90-er Jahren zu wenig
in den Unterhalt investiert worden. Der Erneuerungs- und Unterhaltbedarf werde aufgrund des Alters zunehmen, hiess es.

Damit der Wohnungsgbau künftig einen stabilen Wachstumspfad einschlagen könne, sei ein hauseigentümerfreundlicher Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung nötig, erklärten die Baumeister.

swissinfo und Agenturen

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.