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Bern holt Schirmständer

Der Pokal - auch Schirmständer genannt -geht an die "Mutzen".

(Keystone)

Bern ist Schweizer Hockeymeister. Die Berner gewannen das letzte Spiel gegen Lugano auswärts mit 4:3 nach Verlängerung. Der scheidende Marc Weber schoss das entscheidende Goal.

Es ist der 11. Meistertitel für die Berner "Mutzen".

63 Meisterschaftspartien haben der HC Lugano und der SC Bern diese Saison bestritten. Am Samstagabend wurde in der "Resega" von Lugano die Spannung indes auf ein Spiel reduziert: Lugano und Bern spielten um den Schweizer Meistertitel.

Nach zwei Playoff-Siegen hatte Bern schon wie der sichere Sieger ausgesehen, doch dann verpassten die Spieler von Trainer Kent Ruhnke zweimal den entscheidenden dritten Sieg – am Gründonnerstag sogar zu Hause - gegen den Erzrivalen und Titelhalter Lugano mit 4:3.

Beim allentscheidenden Spiel der "best of five" hat es dann doch noch geklappt. Aber auch in der ausverkauften "Resega" vor 8000 Zuschauenden mussten sich die Berner gehörig ins Zeug legen.

Entscheid nach 74 Minuten und 20 Sekunden

Erst die Verlängerung brachte die Entscheidung: Marc Weber erzielte nach 14 Minuten und 20 Sekunden den Treffer zum 4:3. Es war sein letzter Einstand bei den Bernern. Sein Vertrag war nicht verlängert worden und er wechselt zu Rapperswil-Jona.

Noch nach 60 Minuten regulärer Spielzeit hatte es 3:3 unentschieden gestanden und Lugano kam erst 32 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit durch Mike Maneluk zum 3:3-Ausgleich. Zuvor waren die Berner in der 45. Minute durch Sébastien Bordeleau mit 3:2 in Führung gegangen.

Am Ende des Mitteldrittels hatte es 2:2 unentschieden gestanden. Die Tore für Bern schossen Rolf Schrepfer zum 1:0 (9:38) und Marc Weber (37:07) zum 2:2-Ausgleich; für Lugano trafen Ville Peltonen (29:38) und Mike Maneluk (32:18).

Die Bundesstadt freut sich

Mit den bereits ungefährdet erkämpften Playoff-Siegen gegen Zug und Genf-Servette holen die Berner "Mutzen" zum 11. Mal den Meistertitel – das letzte Mal hatten sie ihn 1997.

Wer von den Fans nicht selber ins Tessin reisen wollte, konnte das dramatische Spiel in der Berner Heim-Arena auch auf der Grossleinwand verfolgen. Die hockeybegeisterte Bundesstadt kann sich freuen über ihren SCB und den Meisterpokal - seiner Form wegen gelegentlich etwas abschätzig "Schirmständer" genannt.

Basel "unten", Lausanne gerettet

Wenn der SC Bern am Ende der Saison jubelt, dann weint man in Basel. Der Aufsteiger EHC Basel musste nach nur einer Saison in der obersten Spielklasse den Weg in die Zweitklassigkeit antreten.

Die Basler profitierten von der "Affäre Gottéron". Die Freiburger waren in der vergangenen Saison von den Playoffs ausgeschlossen worden, weil sie einen nichtqualifizierten Spieler eingesetzt hatten.

Die nachfolgenden Turbulenzen führten zur Aufstockung der obersten Spielklasse auf 13 Teams, befristet auf ein Jahr. Basel, das von der Aufstockung profitierte, wurde nun auch das Opfer der Reduktion.

Obwohl der EHC Basel am Ende der Qualifikations-Phase zu einer tollen Aufholjagd ansetzte, konnte man den rettenden 12. Ranglistenplatz nicht mehr erreichen.

Dieser berechtigte nämlich zu einer Entscheidungsrunde "best of five" mit dem Sieger der B-Liga. Diesen 12. Platz belegte der HC Lausanne.

Die Lausanner konnten sich dann in der Ligaqualifikation gegen B-Leader Biel klar durchsetzen und sicherten sich so den Ligaerhalt.

swissinfo, Agenturen und Mathias Froidevaux

Fakten

SCB ist zum 11. Mal Schweizer Meister
Letzter Meistertitel 1997

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In Kürze

SC Bern

Gründungsjahr: 1931.

Präsident: Georg Krneta.

Manager/Geschäftsführer: Marc Lüthi.

Sportchef: Roberto Triulzi.

Erfolge: 11 Mal Meister NLA (1959, 1965, 1974, 1975, 1977, 1979, 1989, 1991, 1992, 1997, 2004).

3 Mal Meister NLB (1958, 1969, 1972).

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