Berner Forscher orten Mond-Sonde exakt wie nie

Mit der zentimetergenauen Bestimmung einer Mondsonde haben sich Forscher der Universität Bern kurz nach dem 40. Jahrestag der ersten Mondlandung wieder an einem internationalen Mondexperiment beteiligt.

Dieser Inhalt wurde am 24. Juli 2009 - 17:16 publiziert

Die Daten für dieses Experiment lieferte ein Teleskop der Sternwarte Zimmerwald, die zum Astronomischen Institut der Uni Bern gehört.

Einzigartig an der Messung sei, dass das Teleskop die Distanz zwischen Erde und Satellit von über 350'000 Kilometern überwinden konnte, teilten die Forscher mit. Bisher habe die maximale Messdistanz rund 25'000 Kilometer betragen.

Dank der Messungen lässt sich die Umlaufbahn der US-amerikanischen Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) präzis bestimmen, die im vergangenen Juni ins All geschossen wurde, um den Mond mit einer Weitwinkelkamera neu zu kartieren.

Weiter soll mit Hilfe eines Laser-Distanzmessers ein hochgenaues, dreidimensionales Modell der Mondoberfläche erstellt werden. Die LRO-Mission dauert voraussichtlich ein Jahr.

Bei der ersten Mondlandung 1969 pflanzten die US-Astronauten ein von Physikern der Universität Bern gebautes Sonnenwindsegel in die Mondoberfläche. Die anschliessende Analyse der Berner Wissenschafter zeigte, dass von der Sonne ausgesendete Teilchen den Mond erreichen.

swissinfo.ch und Agenturen

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