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Bob-WM: Schweizer Enttäuschung

Das Team Schweiz 2 mit Reto Goetschi, Alexander Quibilier, Beat Hefti und Cederic Grand

(Keystone)

Mit erdrückender Überlegenheit hat der Deutsche Christoph Langen eine Woche nach dem Zweierbob- auch den Viererbob-WM-Titel gewonnen. Sein Landsmann und Titelverteidiger Andre Lange wurde 2. vor Christian Reich.

Aus dem befürchteten dreifachen Triumph der Deutschen ist ebenso wenig geworden wie aus dem erhofften Gewinn von zwei Medaillen für die Schweiz. Sowohl Europameister Matthias Benesch (6.) als auch Schweizer Meister Reto Götschi (5.) enttäuschten fahrerisch schwer.

Beide waren am zweiten Wettkampftag nicht im Stande, den Letten Sandis Prusis in Schach zu halten. Dafür erreichte der 28-jährige Thüringer Andre Lange eher mehr als vermutet worden war.

Langens Palmarès umfasst jetzt u.a. acht WM-Titel, sieben als Steuermann und einen als Bremser (1991 mit Wolfgang Hoppe). Vor drei Jahren war er in Nagano auch Olympiasieger geworden.

Reichs Rache an Götschi

Christian Reich hatte in den ersten Januartagen an den Schweizer Meisterschaften in beiden Disziplinen auf teilweise dramatische Art gegen Reto Götschi verloren.

Am vorletzten Wochenende war der 34-jährige Aargauer an der Zweierbob-WM, die er als Vierter hinter Götschi und Martin Annen beendete, der schwächste Schweizer gewesen, und am Mittwoch vor dem Viererbobrennen musste er eine weitere Niederlage einstecken; der durch Annens Ausscheiden im internen Selektionsrennen frei gewordene Bremser Beat Hefti entschied sich gegen ihn und für Götschi.

Auf Reichs Gesicht war ein Anflug von Schadenfreude nicht zu übersehen, wenn er dieser auch keinen verbalen Ausdruck gab. "Ich bin mit der Broncemedaille zufrieden", begnügte er sich zu sagen. "Wir waren nach den Strapazen der letzten Tage alle ein bisschen müde und sind froh, dass wir unser Ziel, mindestens ein Mal unter die ersten Drei zu kommen, erreicht haben."

Wieviel die "Leihgabe" Hefti gekostet hat, mochte Götschi nicht bekannt geben. Dass es sich um einen grösseren Betrag gehandelt haben muss, lässt sich aus Reichs Angabe ermessen, dass er Hefti für das eine Rennen 3'500 Franken offeriert habe, von Götschi aber überboten worden sei.

Fahrerische Mängel

Mehr als zwei halbwegs akzeptable Fahrten gelangen weder Reich noch Götschi. Letzterer war insbesondere am zweiten Tag nur ein Schatten seiner selbst, schien aber auch nicht über einen genügend schnellen Bob zu verfügen. So kam es, dass Götschi vom dritten Platz nach den zwei Durchgängen des Samstags zunächst auf den vierten und schliesslich auf den fünften zurückfiel.

swissinfo und agenturen

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