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Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Die Lage in Sachen Corona-Virus in der Schweiz spitzt sich zu. Drastische Massnahmen schränken das öffentliche Leben ein. Auch wir bei swissinfo.ch arbeiten in nächster Zeit nach Möglichkeit von zu Hause aus.

Herzliche Grüsse aus Lyss

Dieser Inhalt wurde am 13. März 2020 - 17:00 publiziert
Keystone / Marcel Bieri

Der Bundesrat hat heute drastische Massnahmen beschlossen: Schulen werden bis am 4. April geschlossen, Restaurants dürfen nur 50 Gäste bedienen und Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind verboten.

Jetzt gilt es ernst. Der Bundesrat hat heute unter anderem beschlossen, Schengen-Grenzkontrollen einzuführen. Er stellt 10 Milliarden Franken Sofort-Hilfe für die Wirtschaft bereit.

In der Bevölkerung gibt es eine Welle von Solidarität. Im Tessin bieten viele Menschen Gratisunterkünfte für Grenzgänger an. In der Deutschschweiz organisieren sich über Facebook Helfergruppen, die Einkäufe für Risikopatienten erledigen.

Die Lage ändert sich von Stunde zu Stunde. Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen auf unserer Website.

Keystone / Str


Schweizerinnen und Schweizer im Ausland erzählen, wie sie die Coronakrise erleben und welche Massnahmen in ihrem Aufenthaltsland ergriffen wurden.

"Hier in Brasilien ist noch alles ruhig", schreibt Annie Rissi. In Venezuela sei das Virus noch nicht einmal ein Thema, berichtet Wolfgang Ruetz. Und in den Vereinigten Arabischen Emiraten sei man gut gerüstet und Panik herrsche keine, meldet Nicole Loppacher.

Aus aller Welt haben uns Berichte erreicht. Meine Kollegin Melanie Eichenberger hat bei den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern den Puls gefühlt und sie in einem Artikel zusammengefasst. 

Keystone / Laurent Gillieron

Eine Schweizer Politikerin las im Parlament die Hasskommentare vor, die sie persönlich erhalten hat. Die sozialen Netzwerke sind für Politiker nicht nur Segen, sondern auch Fluch.

Laut einer Studie sind Frauen besonders von Hass im Internet betroffen. Gegenüber ihnen sind die Beleidigungen häufig sexuell konnotiert. So werden beispielsweise ihr Äusseres kommentiert, oder ihnen wird mit Vergewaltigung gedroht.

Ada Marra, Nationalrätin der Sozialdemokratischen Partei (SP), forderte in einer Motion die Schaffung einer Task Force, die mögliche Anzeigen in Folge von Drohungen und Beleidigungen vorbereitet, die Parlamentsmitglieder in Ausübung ihres Amtes erhalten haben.

Im Interview mit swissinfo.ch erklärt Ada Marra, warum sie die Motion inzwischen zurückgezogen hat und warum sie dennoch aktiv bleibt im Kampf gegen Hasskommentare.


Robert Harding, Imago

Der Gletscherschwund in der Schweiz zeitigt zuweilen skurrile Folgen: Eine italienische Berghütte steht plötzlich auf Schweizer Boden. Es braucht eine Grenzverschiebung – aber das ist gar nicht so einfach.

Das italienische "Rifugio Guide del Cervino", eine Schutzhütte auf einem Berggrat nahe des Plateau Rosa in den Walliser Alpen, steht plötzlich auf Schweizer Boden. Weil die Klimaerwärmung die unter Eis versteckte Felskante freigelegt hat, verschob sich die Landesgrenze um rund 100 Meter.

Die Italiener möchten die Schutzhütte gemäss einem Bericht des Tages-Anzeigers gerne renovieren. Das dürfen sie auf Schweizer Boden aber nicht tun. Zuerst muss die Grenze bereinigt werden.

Die Schweiz hat vor einigen Jahren einen entsprechenden Vorschlag präsentiert. Laut Tages-Anzeiger konnte bisher aber kein Konsens gefunden werden. Neue Verhandlungen seien für kommenden Mai vorgesehen.

Keystone / Davide Agosta

Das Bundesstrafgericht hat die Verurteilung des Vorstandmitglieds des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS), Naim Cherni, wegen Terrorpropaganda bestätigt. Das Gericht hebt zudem die Freisprüche für Nicolas Blancho und Qaasim Illi auf.

Stein des Anstosses ist ein Dokumentarfilm von Naim Cherni, der 2015 im syrischen Bürgerkriegsgebiet den jihadistischen Geistlichen Abdallah al-Muhaysini mit der Kamera begleitet hat. Laut Richtern sind die Aufnahmen Propaganda für den syrischen al-Qaida-Arm Nusra-Front.

Der Präsident des IZRS, Nicolas Blancho, und der IZRS-Medienchef, Qaasim Illi, haben Werbung für den Film gemacht. Sie müssen nun nochmals vor Bundesstrafgericht antraben. Das Bundesgericht hob die Freisprüche auf, die wegen Formfehlern der Bundesanwaltschaft ergangen waren.

Der IZRS hat in einer Medienmitteilung angekündigt, den "Gang nach Strassburg an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu prüfen".


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